Archiv für September 2015

01.10. | Demonstration: Refugees welcome! Fluchtursachen bekämpfen – Pegida Nürnberg stoppen

Seit inzwischen fast einem Jahr marschiert die rassistische Bewegung Pegida nun schon mehr oder weniger regelmäßig auch in Nürnberg auf. Am Donnerstag den 1. Oktober kommen sie nun nach längerer Pause wieder. Wir werden das nicht ohne Protest über die Bühne gehen lassen und rufen euch dazu auf, an der Demonstration des Antifaschistischen Aktionsbündnisses Nürnberg teilzunehmen und anschließend zur Gegenkundgebung des Bündnis Nazistopp zu gehen.

Weitere Infos und den Aufruf des AAB unter:
www.redside.tk/demonstration-refugees-welcome-fluchtursachen-bekaempfen-pegida-nuernberg-stoppen/

Auftakt:
Demonstration des AAB
Do. 01.10. 18 Uhr
Hallplatz Nürnberg

Anschließend:
Protest gegen Pegida Nürnberg
Do. 01.10. 19 Uhr
Jakobsplatz Nürnberg

19.09. | Gegen Nazis, Deutschland und die grauen Wölfe

Am Samstag gibt es viel zu tun. Türkische Nationalist*innen, u.a. die Grauen Wölfe, mobilisieren für Samstag zu einer Demonstration nach Nürnberg. Derzeit eskaliert die faschistische Gewalt in der Türkei. In zahlreichen Städten der Türkei werden kurdische Geschäfte attackiert und überall im Land werden Linke, Kurd*innen oder Menschen, die für solche gehalten werden, gewalttätig angegriffen. Auch in Europa ist die Gewalt der türkischen Nationalist*innen bereits angekommen. Letzte Woche wurde ein junger Kurde in Hannover von einem Sympatisant der Grauen Wölfe lebensgefährlich und in Bern wurden mehrere Demonstrant*innen schwer verletzt, als ein türkischer Nationalist mit einem Auto in eine Menschenmenge fuhr.
Wer also mit deutschen Nazis ein Problem hat, sollte auch mit den Aufmärschen türkischer Faschisten eines haben. Beteiligt euch deswegen am 19.09. an der Gegenkundgebung um 12 Uhr am Aufseßplatz, um eure Solidarität mit den Kurd*innen zu zeigen und gegen den Aufmarsch der Grauen Wölfe zu protestieren.
Mehr Infos findet ihr unter www.redside.tk

Am Abend findet dann die Demonstration des Bündnisses „Die rassistische Kontinuität durchbrechen“ statt. Unter dem Motto „Gegen Deutschland und seine Nazis – Wer aber vom Rassismus nicht reden will, sollte auch vom NSU schweigen“ will die Demo, während sich am gleichen Tag die Ermordung Enver Şimşek’s zum 15. Mal jährt und damit auch der Beginn der NSU Mordserie, auf die fehlende Auseinadersetzung mit dem Rassismus der deutschen Gesellschaft aufmerksam machen, der die militante Neonaziszene, aus der heraus auch der NSU entstand, mitbefeuerte und immer noch mitbefeuert. Wir finden das ist Grund genug. Kommt deshalb am 19.09. um 18 Uhr zum Aufseßplatz und beteiligt euch an der Demonstration.
Mehr Infos findet ihr unter www.vor15jahren.blogsport.de

Und zu guter Letzt findet am 19.09. abends auch noch eine Soli Veranstaltung zugunsten des Vereins Bausparpunx e.V. statt, der sich in Nürnberg aktiv für die Gründung eines Hausprojektes engagiert. Das Geld des Konzerts fließt vollständig in die Kasse der Bausparpunx. Diese wollen damit u.a. ihre Mietshaussyndikateinlage bezahlen. Hausprojekte sind eine feine Sache und insgesamt gibt es davon in Bayern und Nürnberg viel zu wenige. Deswegen kommt im Anschluss an die Demonstration ins Projekt 31, um den Abend ausklingen zu lassen, hoffentlich die antifaschistischen Erfolge des Tages zu feiern und die Bausparpunx zu unterstützen.
Mehr Infos findet ihr unter www.bausparpunx.blogspot.de

Samstag, der 19.09. im Überblick:
12:00, Aufseßplatz:
Kundgebung gegen den Aufmarsch türkischer Faschisten

18:00, Aufseßplatz:
Demonstration „Gegen Deutschland und seine Nazis – Wer aber vom Rassismus nicht reden will, sollte auch vom NSU schweigen“

Im Anschluss im Projekt 31: Soli Konzert für den Verein Bausparpunx e.V.

19.09. |Die rassistische Kontinuität durchbrechen – gegen Deutschland und seine Nazis

Rassistische Kontinuität durchbrechen

Diesen September jährt sich mit der Ermordung von Enver Şimşek zum 15. Mal der Beginn der Mordserie des NSU. Während sich die öffentliche Aufmerksamkeit auf „Ermittlungspannen“ der Behörden, insbesondere der Verfassungsschutzämter, konzentriert, fehlt eine Auseinandersetzung mit dem Rassismus der deutschen Gesellschaft. Dieser befeuerte in den 90er Jahren die militante Naziszene, aus der der NSU entstand, und ermöglichte ihm über Jahre ungehindert zu morden.

Die nach Anschluss der DDR in Ost wie West unter Beifall der deutschen Bevölkerung verübten Pogrome machen deutlich, warum sich die Nazis jener Zeit als radikalste Vollstrecker des Volkswillens verstehen konnten. Während der Mord- und Anschlagsserie zeigte sich das tief sitzende rassistische Ressentiment zum einen in der Arbeit von Sonderkommissionen mit so bezeichnenden Namen wie „Bosporus“ und „Halbmond“, die ohne konkrete Hinweise in Täter-Opfer-Umkehr gegen die Opfer und ihre Angehörigen ermittelten. Zum anderen in der Bereitwilligkeit, mit der die bundesdeutsche Medienlandschaft auf den von der Nürnberger Zeitung geprägten Ausdruck „Döner-Morde“ ansprang.

Das „Bündnis die rassistische Kontinuität durchbrechen“ dazu auf, die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichem Rassismus in Nürnberg auf die Straße zu tragen – der Stadt, in der der NSU seine mörderischen Taten begann und die wie kaum eine andere für die ungebrochene Kontinuität des Rassismus in Deutschland steht.

Gegen Deutschland und seine Nazis. Wer aber vom Rassismus nicht reden will, sollte auch vom NSU schweigen!

Demonstration
Sa / 19.9.15 / 18 Uhr
Aufseßplatz Nürnberg

16.09. | Nazikundgebung stören!

+++ Nazikundgebung an der Lorenzkirche +++
+++ Bastelkneipe im Anschluss an Gegenproteste +++

Die Partei „Die Rechte“ hat für heute, den 16.09. um 18 Uhr an der Lorenzkirche eine Kundgebung angemeldet, um gegen Geflüchtete zu hetzen.
Deshalb verschiebt sich die AdS-Kneipe zeitlich etwas nach hinten. Wie zunächst angekündigt, fällt die Kneipe aber nicht aus. Kommt zunächst zur Gegenkundgebung gegen rassistische Hetze, um die Kundgebung der rassistisch geistigen Brandstifter*innen zu stören. Im Anschluss ab ca. 20 oder 21 Uhr wird die Kneipe im Projekt 31 dann geöffnet.
Dort möchten wir dann mit euch zusammen für die Nachttanzdemo im Oktober malen und den Film „Wem gehören unsere Städte“ ansehen.
Der Film beschäftigt sich mit der fortschreitenden Privatisierung urbaner Räume und den damit verbunden Konsequenzen für die Bewohner*innen der Städte. Er versucht aber auch einige Beispiele aufzugreifen, wie sich Menschen aktiv gegen diese Prozesse und damit einhergehend gegen Verdrängung und Gentrifizierung zur Wehr setzen.

Nazikundgebung stören
18 Uhr, Lorenzkirche, Nürnberg

AdS Kneipe
ca. 20 Uhr, Projekt 31, Nürnberg