Archiv für Oktober 2015

21.10. | AdS Kneipe mit dem Film „Wem gehören unsere Städte?“

AdS Kneipe Okt2015

Die Kneipe ist geöffnet und für Essen gegen Spende ist gesorgt. Wir zeigen den Film: „Wem gehören unsere Städte?“.
Nebenbei wird es natürlich wie immer auch jede Menge zu lesen und einigies an Infomaterial auf unserem Infotisch geben.
Wir freuen uns auf euch!

Geöffnet ab 19 Uhr
Projekt 31, An den Rampen 31
90443 Nürnberg

17.10. | Nachttanzdemo „Nürnberg brennt, wir Tanzen!“

Ntd2015

Am 17. Oktober ist es wieder soweit. Zum zweiten Mal findet unter dem Motto „Nürnberg brennt, wir Tanzen“ die unter anderem von uns organisierte Nachttanzdemonstration statt.

Wir wollen ein Zeichen setzen gegen eine Stadt, die vordergründig durch Verdrängung, Kontrolle und Überwachung gekennzeichnet ist. Stadt im Kapitalismus bedeutet, dass alles der Verwertung unterworfen ist. Auf der anderen Seite heißt das wiederum, dass die vielen Menschen, die das Stadtbild in einer von Verwertung durchdrungenen Gesellschaft stören, ständig verdrängt und mit Repression überzogen werden. Die Gründe für die Vertreibung aus dem öffentlichen Raum sind so vielfältig, wie die vielen Bullen, privaten Sicherheitsdienste und selbsternannten Hilfssheriffs, die dafür verantwortlich sind, dass sie überhaupt statt finden kann. Denn diese Akteure verhelfen der Kriminalisierung von Bettelei, rassistischen Polizeikon­trollen, Platzverboten und den vielen anderen Symptomen einer repressiven Stadtpolitik erst zum Erfolg.

Wenn Menschen sich damit nicht abfinden wollen und sich den urbanen Raum und ihre Leben wieder aneignen wollen, ist der Staat ebenso schnell zur Stelle. Mit bürokratischen Hürden und teils offener Repression werden sie daran gehindert selbstverwaltete und unkommerzielle Räume aufzubauen und zu entwickeln. Denn der Staat sieht in diesen Räumen eine Gefahr für die vorherrschende Logik von Staat und Kapitalismus. Vom Staat und der Stadtpolitik haben wir also nichts zu erwarten. Vielmehr müssen wir diese Freiräume erkämpfen und verteidigen.

Deshalb rufen wir dazu auf am 17. Oktober im Rahmen der Demonstration ein Zeichen zu setzen gegen Verwertung, Verdrängung, Gentrifizierung, Bevormundung, Überwachung und Verein­zelung. Ein Zeichen gegen die bestehenden Verhältnisse.
Lasst uns gemeinsam tanzend die Straßen zurückerobern und zeigen, dass wir eine andere Stadt wollen.

Repression und Verdrängung den Kampf ansagen!
Freiräume entwickeln, erkämpfen, erhalten!
Für eine selbstorganisierte Gesellschaft von Unten!

Weitere Infos und den Aufruf findet ihr unter:
www.ntdnbg.blogsport.eu/

17.10. | 19 Uhr | Demo | Nürnberg | Jamnitzer Platz (Mittlere Kanal Straße)

10.10. | 19 Uhr | Nachttanzdemo Warm Up Party | Nürnberg | Projekt 31

Deutsche Zustände aufmischen!

Seit Monaten dienen viele Städte in der BRD als Bühne für Rassist*innen. Beschützt von der Polizei und begünstigt durch die Politik konnte sich Pegida etablieren.
Unter anderem durch den Aufstieg der AfD fühlen viele Menschen sich beflügelt sich öffentlich rassistisch zu äußern. Was früher nur am Stammtisch zum Ausdruck gebracht wurde, wird mittlerweile ohne große Hemmschwelle in öffentlichen Netzwerken kundgetan oder sogar auf den Straßen ausgelebt. Es ist kein Zufall, dass die Brandstiftungen an Flüchtlingsunterkünften enorm zugenommen haben. Pegida und Co. sind eben kein Phänomen, wie von vielen Medien bezeichnet, welches sich schnell wieder erledigt hat. Der Rassismus, der hier zugrunde liegt, kommt aus der Mitte der Gesellschaft.
Da ist es nur konsequent, dass Nazis sich dabei als willige Vollstrecker des Volkswillens sehen und inszenieren. Dabei verschwimmt die Linie zwischen Nazis und „besorgten Bürger*innen“ zusehends.
Wieder ist es deutsch in Kaltland. Wieder zeigt die deutsche Gesellschaft ihren tief verwurzelten Rassismus. Wieder brennen Unterkünfte für Geflüchtete.

Geflüchtete sind eine Realität. Immer mehr Menschen machen sich auf den Weg in den globalen Norden auf der Flucht vor Bürgerkriegen und Armut, in der Hoffnung auf ein sicheres und besseres Leben. Bewusst hat der Staat diese Realität ignoriert. Eine Realität, die nur logisch erscheint, wenn man sich die riesigen Flüchtlingslager in der Türkei, im Libanon oder in Jordanien ansieht, in denen Geflüchtete unter unmenschlichen Bedingungen hausen müssen. Währenddessen streichelt Merkel bei einem inszenierten Bürgerdialog ein weinendes Mädchen, welches hier seit mehreren Jahren mit unsicherem Aufenthaltsstatus lebt.
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