Archiv für Januar 2018

FdA | Solidarität mit dem Widerstand vom 31. Mai 2017 in Nürnberg!

Solidaritäts-Statement der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA) mit allen von Repression Betroffenen nach dem 31. Mai 2017.

Am 31. Mai 2017 sollte in Nürnberg ein Berufsschüler nach Afghanistan abgeschoben werden. Zu diesem Zweck wollte die Polizei ihn vor den Augen seiner Mitschüler*innen direkt aus dem Klassenraum heraus abführen. Die wollten das jedoch nicht hinnehmen und reagierten mit hunderten anderen Menschen auf den Abschiebeversuch mit lautstarkem Protest und einer Blockade des Polizeiwagens, in dem der Schüler weggebracht werden sollte. Bei dem gewaltvollen Vorgehen der Polizei gegen die insgesamt rund 300 Abschiebegegner*innen kam es zu mehreren Verletzten und Festnahmen.
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9.2. | Vortrag: Wozu Postanarchismus? – Neues zur anarchistischen Theorieentwicklung

Seit den 2000ern wird vor allem im englischsprachigen Raum systematisch eine Verbindung zwischen poststrukturalistischem Denken und anarchistischen Gesellschaftstheorien betrieben, die langsam aber stetig vorangebracht wird. Schnittpunkte wurden von Anarchist_innen gleichwohl schon viel früher ausgemacht, wobei die Erneuerung des Anarchismus eine Infragestellung seiner klassischen Annahmen beinhaltet – dies betrifft beispielsweise Menschenbilder, Ideen der Aufklärung oder das Geschichtsverständnis.

Postanarchismus beschreibt jedoch keine “neue” anarchistische Strömung, sondern stellt einen Versuch zur Selbstreflexion dar. Der Vortrag führt in postanarchistische Grundgedanken ein, um ihre Anwendungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Die postanarchistische Perspektive wird insbesondere anhand der Begriffe Subjekt, Widerstand, Emanzipation, Staat, Hegemonie und (Anti-)Politik entfaltet, um sie anschließend gemeinsam zu diskutieren. (Vortrag mit Diskussion).

Post-Anarchismus

Aufruf | Solidarität mit den von Repression Betroffenen des 31. Mai!

Öffentliche Fahndung in die Tonne hauen & niemand muss allein zur ZAB!

Das Bündnis Widerstand Mai31 – Solidarität ist kein Verbrechen ruft am Montag und am Dienstag zu Kundgebungen auf.

Montag, der 15. Januar um 16 Uhr am Jakobsplatz: am 11. Januar veröffentlichte nordbayern.de einen Fahndungsaufruf nach einer jungen Frau. Ihr wird vorgeworfen am 31. Mai an der Blockade gegen die Abschiebung des jungen Afghanen Asif N. eine 0,5l Weichplastikflasche nach einem Polizisten geworfen zu haben. Der Ermittlungseifer des bayerischen Innenministeriums kennt keine Grenzen – unsere Solidarität erst recht nicht!

Kommt alle zur satirisch angelegten Kundgebung am Montag ab 16 Uhr am Jakobsplatz!

Dienstag, der 16. Januar um 10.30 Uhr an der Zentralen Ausländerbehörde (ZAB) an der Beuthener Straße: Asif muss zur ZAB. Da er am 31. Mai bereits erleben musste, dass der Rechtsstaat nicht mal nach seinen eigenen Spielregeln spielt, wollen wir auf diese Behördenwillkür aufmerksam machen und Asif unsere Solidarität zeigen. Da es immer öfter zu willkürlichen Entscheidungen und sogar Verhaftungen bei Kontakt mit der Ausländerbehörde, dem Sozialamt oder ähnlichem kommt, sehen wir eine generelle Notwendigkeit einer solidarischen Begleitung zu solchen Terminen. Verbunden damit ist die generelle Absage an ein Abschieberegime, das Menschen so massiv unter Druck setzt, dass bei jedem Behördenkontakt die Angst abgeschoben zu werden, ständiger Begleiter ist.

Der Zugtreffpunkt für alle solidarischen BegleiterInnen ist um 10 Uhr am Bahnhof Osthalle.