Archiv für Februar 2018

3.3. | Lesebrunch

Am Samstag ist es endlich so weit: Bei Kaffee, Tee und allerlei veganen Köstlichkeiten wollen wir ab 13:00 zusammen in gemütlicher Runde feministische Literatur schmökern und uns darüber austauschen. Neben dem anarchafeministischen Infotisch, der wie immer ausliegt, wollen wir auch gemeinsam etwas lesen und besprechen.
Dafür schlagen wir folgenden Text vor: Das Unbehagen der Geschlechter – Kapitel 1 von Judith Butlers Buch (zusammengefasst)

Der Text wurde nicht etwa gewählt, weil er explizit die Gruppenmeinung von AdS widerspiegelt, sondern weil wir ihn für eine gute Grundlage für eine kontroverse Diskussion halten. Judith Butlers Kritik an der Identitätskategorie „Frau“ ist für viele Menschen noch immer ein äußerst strittiges Thema. Daher soll dieser Text vor allem als Diskussionsgrundlage dienen, auf der sich hoffentlich viele spannende Gespräche zwischen uns ergeben werden!

Veranstaltungsreihe 2018 | Für einen feministischen Normalzustand

Whenever, wherever – für einen feministischen Normalzustand

Sexistische Sprüche auf Partys und die Reduzierung von weiblichen* Körpern auf ihr Äußeres gehören für viele von uns zu ihrem Alltag. Aber auch starre Vorstellungen davon, wie männliches* und wie weibliches* Verhalten sein soll; als Frau* mit Kindererziehung und Versorgungsarbeit allein gelassen zu werden; als Mann* als schwach zu gelten, wenn Gefühle gezeigt werden; sexuelle Belästigung; Gewalt durch Männer* sowie die Zuschreibung der Schuld an die Betroffenen von Übergriffen gehören zu diesem sexistischen Normalzustand.

Das alles sind nur wenige Beispiele von vielen, die zeigen, wie sehr unser Alltag durch sexistische Vorstellungen geprägt ist. Egal um welchen Bereich es geht, ist es die Regel, dass es für Männer* leichter ist sich durchzusetzen und es meist sie sind, die unsere Gesellschaft prägen, repräsentieren und kontrollieren. Dies ist Ausdruck eines patriarchalen Gesellschaftssystems, an welches wir so sehr gewöhnt sind, dass uns oft gar nicht mehr auffällt, wie ungerecht es ist.
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