http://aufdersuche.blogsport.de Tue, 07 May 2019 15:40:35 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en 28.05. // 04.06. ¦ Organisiert euch! Aber wie? Plattformismus vs. Synthese http://aufdersuche.blogsport.de/2019/05/07/28-05-04-06-organisiert-euch-aber-wie-plattformismus-vs-synthese/ http://aufdersuche.blogsport.de/2019/05/07/28-05-04-06-organisiert-euch-aber-wie-plattformismus-vs-synthese/#comments Tue, 07 May 2019 15:40:35 +0000 Administrator Allgemein http://aufdersuche.blogsport.de/2019/05/07/28-05-04-06-organisiert-euch-aber-wie-plattformismus-vs-synthese/ Am 28. Mai und 4. Juni greifen wir mit zwei relativ konträren Vorträgen eine aktuell geführte Debatte im organisierten deutschsprachigen Anarchismus auf:
Nämlich die Frage, ob sich eine gesteigerte gesellschaftliche Relevanz des Anarchismus eher über eine bewusst pluralistische, verschiedene Handlungsansätze vereinende, sprich „synthetische“, Organisation erreichen lässt, oder ob dies innerhalb einer Organisation zu lähmenden Widersprüchen führt und ob nicht eher politische Gruppen, die für sich selbst definiertere Ziele, einheitlichere Strategien und Erwartungen an die Mitglieder festlegen, erfolgversprechender sind.

Letztere Schlussfolgerung hat die Ende 2018 an die Öffentlichkeit getretene Organisation „Die Plattform“ für sich gezogen. Mit ihrer Initiative, eine plattformistischen Föderation mit anarcho-kommunistischer Ausrichtung im deutschsprachigen Raum aufzubauen, haben sie bereits für viel Diskussionsstoff gesorgt, zustimmender wie ablehnender Art gleichermaßen. In ihrem Vortrag am 28. Mai werden sie ihren Organisierungsansatz nun auch in Nürnberg vorstellen und erörtern, welche positiven Ansätze der Plattformismus zur Weiterentwicklung des deutschsprachigen Anarchismus bietet:

Die Plattform:
Warum wir eine dritte anarchistische Föderation für den deutschsprachigen Raum brauchen – 28.05., 19:30 Uhr

Eine andere Richtung schlägt der Vortrag am darauffolgenden Dienstag (4. Juni) ein. Der Anarchist Jens Störfried betont darin die Notwendigkeit solidarisch-konstruktiver Auseinandersetzung miteinander und zeigt eine Vielfalt in den Ansätzen in diesem Zusammenhang als Stärke auf. In seinem Vortrag, der sich auf sein Plädoyer für eine neue anarchistische Synthese bezieht, wird es daher vorwiegend um die Vorteile eines pluralistischen Organisierungsansatzes gehen:

Jens Störfried:
Für eine neue anarchistische Synthese – 04.06., 19:30 Uhr

Beide Vorträge finden während der Dienstags-vEfa (veganes Essen für alle) im Projekt 31 (An den Rampen 31, 90443 Nürnberg) statt.

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09.04 ¦ Soliabend http://aufdersuche.blogsport.de/2019/03/27/09-04-soliabend/ http://aufdersuche.blogsport.de/2019/03/27/09-04-soliabend/#comments Wed, 27 Mar 2019 09:40:12 +0000 Administrator Allgemein http://aufdersuche.blogsport.de/2019/03/27/09-04-soliabend/

Soliabend für die Angeklagten im Fall „Netzwerk“ am 9. April um 19:00 Uhr im Projekt 31

Im April laden wir euch zu einer Solikneipe mit veganem Essen für alle herzlich ins P31 ein! An diesem Abend wollen wir unsere Solidarität mit den russischen Antifaschist*innen und Anarchist*innen, die von Repression betroffen sind, zeigen.

Seit 2017 fährt der russische Staat sämtliche ihm zu Verfügung stehende Mittel auf, um diese Bewegung zu kriminalisieren. Mit Hilfe des FSB (Inlandsgeheimdienst) konstruierte der russische Staat eine Terrororganisation, genannt “Netzwerk”. Mit Hilfe dieser erfundenen Terrororganisation rechtfertigt er Verschleppungen, Folter und Knast für unsere Genoss*innen. Aktuell sind ca. 10 Personen betroffen. Mit ihnen wollen wir uns solidarisieren.

Dazu gibt es lecker veganes Essen, Solidrinks und Informationen zum aktuellen Stand der (Un-)Dinge. Also kommt zahlreich vorbei und zeigt unseren Genoss*innen, dass sie nicht alleine sind!

Mehr Infos findet ihr unter: www.rupression.com

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07.04.2019 ¦ Umsonstflohmarkt und offenes Kuchenbuffet im Projekt 31 http://aufdersuche.blogsport.de/2019/03/23/umsonstflohmarkt-und-offenes-kuchenbuffet/ http://aufdersuche.blogsport.de/2019/03/23/umsonstflohmarkt-und-offenes-kuchenbuffet/#comments Sat, 23 Mar 2019 00:48:27 +0000 Administrator Allgemein http://aufdersuche.blogsport.de/2019/03/23/umsonstflohmarkt-und-offenes-kuchenbuffet/ Ein Umsonstflohmarkt ist schnell erklärt:
Wer Dinge übrig hat oder selbst nicht mehr gebrauchen kann, bringt sie an diesem Tag zum Flohmarkt, wo andere Menschen sie mitnehmen und gebrauchen können. Jede_r kann sich nach den eigenen Bedürfnissen nehmen, auch ohne selbst etwas mitgebracht zu haben. All das funktioniert ohne Geld oder Tausch und richtet sich nach dem, was die einzelnen Menschen geben wollen beziehungsweise was sie benötigen. Daher ist es auch selbsterklärend, dass die mitgebrachten Dinge funktionsfähig und für andere Menschen von Nutzen sein sollten. Wenn ihr also herumstöbern wollt oder selbst etwas übrig habt, kommt damit ab 14:00 zum Umsonstflohmarkt vorbei!

Der Umsonstflohmarkt will jedoch noch viel mehr sein als bloß ein Ort, an dem du deine verstaubten Schätze loswirst und neue entdeckst. Uns geht es auch um eine grundsätzliche Kritik an den vorherrschenden Maßstäben von Verwertbarkeit und Leistungszwang, die unsere Gesellschaft und unser aller Denken prägen. Unter der kapitalistischen Notwendigkeit eines allgegenwärtigen Strebens nach Profitmaximierung sowie der Logik, dass jede Leistung auch eine Gegenleistung bräuchte, werden die Bedürfnisse von Menschen und soziale und ökologische Anliegen mit Füße getreten. Wer bei diesem Ellbogenkampf hintenunter fällt– wer sich immer wieder um eine Arbeit bemüht, aber keine bekommt oder gekündigt wird; wer das Pech hat, trotz mehrerer Jobs nicht genügend Geld zu verdienen um über die Runden zu kommen; oder aber, wer zu selbstbewusst gegen den Zwang zur Lohnarbeit aufbegehrt und sanktioniert wird – so jemand ist nach vorherrschender Meinung selbst schuld an seiner Misere.
Dabei ist offensichtlich, dass Armut und soziale Ungleichheit nicht nur Konsequenzen, sondern maßgebliche Voraussetzung für das Funktionieren eines Systems sind, das auf solche Klassenunterschieden aufbaut – ebenso wie es sich auch der Mechanismen Rassismus und Sexismus bedient, um Menschen für noch weniger Lohn noch hemmungsloser ausbeuten zu können.

Durch das Herstellen eines sozialen Raumes wie dem Umsonstflohmarkt, in dem frei nach den eigenen Bedürfnissen und Möglichkeiten genommen und gegeben wird, wollen wir kapitalistische Strukturen grundlegend infrage und ihnen eine selbstbestimmte Alternative entgegen stellen. Daher soll auf lange Perspektive nicht bei der bloßen Nutzung einer Umsonstökonomie stehen geblieben werden, sondern wir wollen auch eigene Ansätze eines solidarischen, wirklich gleichberechtigten Miteinanders entwickeln. Vernetzung, Austausch und einander bei Kaffee und Kuchen als Nachbar_innen kennenlernen, können den Anfang bilden, um Vereinzelung und Isoliertheit zu durchbrechen.

Alles für alle – und zwar umsonst!

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19.02 ¦ Gedenktafelenthüllung + Vortrag der Fritz Oerter Initiative http://aufdersuche.blogsport.de/2019/01/27/19-02-gedenktafelenthuellung-vortrag-der-fritz-oerter-initiative/ http://aufdersuche.blogsport.de/2019/01/27/19-02-gedenktafelenthuellung-vortrag-der-fritz-oerter-initiative/#comments Sun, 27 Jan 2019 12:32:42 +0000 Administrator Allgemein http://aufdersuche.blogsport.de/2019/01/27/19-02-gedenktafelenthuellung-vortrag-der-fritz-oerter-initiative/

Feier des 150. Geburtstags des Fürther Schriftstellers, Kriegsgegners, Anarchosyndikalisten, Lithografen und Bibliothekars. 19. Februar 2019 17:00 Uhr. Gedenktafelenthüllung Obere Fischerstraße 3 Fürth

Fritz Oerter wurde vor 150. Jahren, am 19. Februar 1869, als Kind einer Soldatenfamilie geboren und erlebte den abstoßenden Militarismus von Kindesbeinen an. Den Großteil seines Lebens verbrachte er in Fürth. Früh wandte er sich libertären Idealen zu, organisierte sich in anarchosyndikalistischen Gruppen und Kulturvereinigungen.
Als Schriftsteller und politischer Kommentator hinterließ er ein umfangreiches Werk, das durch enormes Wissen, treffende Alltagsbeobachtungen und Analysen glänzt. Darin befasste er sich intensiv mit wirtschaftlichen und politischen Fragen, mit Pädagogik und Sexualität.
Gerade in den Zeiten des Rechtsrucks ist sein Werk hochaktuell: So schrieb er 1914 in seinem Tagebuch: „Wenn sich der Zorn des Publikums anstatt gegen wirkliche oder vermeintliche Ausländer mehr gegen Silberdiebe im eigenen Land richten würde, wäre das viel gescheiter“.
Fritz Oerter war 1918/ 1919 Mitglied des Arbeiterrates Fürth und unterstützte auch in den Folgejahren die sozialen Kämpfe der Arbeiter*innen.
Der vielbelesene Oerter richtete in der Oberen Fischerstraße 3 eine Leihbücherei ein. Denn der Syndikalismus war für ihn auch „eine Kulturmacht“, der die gewaltfreie, soziale Revolution u. a. durch Bildung erreichen wollte. Fritz Oerter erkannte die kommenden Gräuel der Nationalsozialist*innen früh. „Die politische Nacht dauert an“, schrieb er am 21. Dezember 1932 in seinen Tagebüchern.
1935 starb er vermutlich infolge der Haftbedingungen und der Misshandlungen durch die SA nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis.
Fritz Oerters Leben war geprägt von einer radikalen Menschenfreundlichkeit, vom Kampf gegen Krieg, Kapitalismus und Nationalismus. Er strebte nach der Befreiung aller Menschen, nach einer gewaltfreien Welt.
Möge uns sein Lebenswerk mahnen und motivieren: „Ich glaube an die Macht des Guten, wenn es auch den Anschein hat, als wäre sie gänzlich aus den Herzen der Menschen vertrieben“. (Fritz Oerter, 1914)

Vortrag: „Fritz Oerter Der radikale Menschenfreund aus Fürth“ von Leonhard F. Seidl
19. Februar 2019 17:30 Uhr. Welthaus Fürth Gustavstraße 31

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20.02 ¦ Ausbau des Frankenschnellweges http://aufdersuche.blogsport.de/2019/01/27/20-02-ausbau-des-frankenschnellweges/ http://aufdersuche.blogsport.de/2019/01/27/20-02-ausbau-des-frankenschnellweges/#comments Sun, 27 Jan 2019 12:19:12 +0000 Administrator Allgemein http://aufdersuche.blogsport.de/2019/01/27/20-02-ausbau-des-frankenschnellweges/

Vortrag am Mittwoch dem 20.02.2019 im Projekt 31 ab 19:00 Uhr mit dem Verkehrsclub Deutschland

Seit Jahrzehnten wird von Seiten der Autofahrer gefordert, den Frankenschnellweg kreuzungsfrei auszubauen. Der Baubeginn gemäß der Pläne der Stadt Nürnberg ist momentan durch eine nicht entschiedene Klage blockiert.

Ein solcher Ausbau würde nach Ansicht des ökologischen Verkehrsclubs VCD (Verkehrsclub Deutschland) die Probleme nicht lösen, sondern sogar verstärken. Weit über eine halbe Milliarde Euro würden sinnlos vergeudet. Dieses Geld sollte in umweltverträgliche Verkehrsmittel investiert und nicht für das längst gescheiterte Ziel einer „autogerechten Stadt“ geopfert werden.

Von der technischen Hochschule Nürnberg liegen alternative Vorschläge aus studentischen Arbeiten vor. Zugrunde liegt ein städtebauliches Konzept, das die im Moment isolierten Stadtteile St. Leonhard und Gostenhof wieder verbinden würde. Statt einer Autobahn würden Tausende von Wohnungen, Gewerbeflächen und Grünanlagen geschaffen.

Aktive des VCD Nürnberg werden darlegen, weshalb die Ausbaupläne unsinnig sind, was mit dem eingesparten Geld geschehen sollte und wie die Alternativvorschläge im Wesentlichen aussehen.

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Rede zur Demo gegen Abschiebungen am 18.12. http://aufdersuche.blogsport.de/2018/12/23/rede-zur-demo-gegen-absiebungen-am-18-12/ http://aufdersuche.blogsport.de/2018/12/23/rede-zur-demo-gegen-absiebungen-am-18-12/#comments Sun, 23 Dec 2018 20:12:57 +0000 Administrator Allgemein http://aufdersuche.blogsport.de/2018/12/23/rede-zur-demo-gegen-absiebungen-am-18-12/
Am 18.12. hielten wir anlässlich einer antirassistischen Demonstration in Nürnberg eine Rede gegen Nationen, Staaten und Grenzen. Diese Demo des Widerstand Mai31-Bündnisses wollte unter anderem auf einen Prozess am Folgetag aufmerksam machen, der sich gegen einen jungen Berufsschüler richtete, der am 31.Mai 2017 aus dem Klassenzimmer heraus abgeschoben werden sollte.
Wegen Widerstand und Sachbeschädigung wurde er am 19.12. unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu 100 Arbeitsstunden wegen „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte mit tätlichem Angriff, Körperverletzung, Sachbeschädigung und unerlaubten Aufenthalts ohne Pass“ verurteilt. Das alles, nachdem sein wiederholtes Asylverfahren wenige Tage zuvor negativ beschieden worden war.

Wenn im gesellschaftlichen Diskurs und den Medien über Nationalgrenzen gesprochen wird, geht es in der Regel immer darum: Wie können die Grenzen eines Staates gestärkt, ausgebaut, besser bewacht, militarisiert werden. Was bei diesem Diskurs unweigerlich mitschwingt ist die Frage, was durch die entsprechende Grenze definiert wird. Explizit geht es darum, wer sich innerhalb dieser Grenzen aufhalten darf und wer nicht. Welche*r Mensch gehört zum Team „Volksgemeinschaft“ und welche*r nicht.
Durch die bloße Existenz der Idee „Grenze“ werden Menschen eingeteilt, sie werden gezwungen, sich willkürlich einer Zuschreibung von Nationalität zu unterwerfen. Mit der Aufspaltung der Menschheit in Nationen werden automatisch vermeintliche Vergleichbarkeiten dazwischen aufgemacht.
Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Geburtenrate, Kriminalitätsrate – anhand unzähliger Kategorien werden Nationalstaaten miteinander ins Verhältnis gebracht. Was daraus folgt ist eine Hierarchisierung der Welt. Die Weltbewohner*innen werden in ein stark hierarchisches Netzwerk aus „Gewinner*innen-Nationen“ und den Verlierer*innen gepresst.
Die wirtschaftlich am brutalsten Unterdrückten, die im globalen Kapitalismus aufgrund von autoritären Regimen in Zusammenarbeit mit europäischem Wirtschaftsimperialismus auf der Verlierer*innen-Seite stehen, haben vor allem im gobalen Süden gegen wirtschaftliches und humanistisches Elend und Benachteiligung zu kämpfen.
Menschen verlieren die Möglichkeit, in Frieden und Sicherheit zu leben und begeben sich deshalb auf die gefährliche und kräftezehrende Reise in andere Gebiete – oft nach Europa oder in die USA. Wenn sich die Unterdrückten in Zeiten von Internet und Globalisierung aufmachen, um ihr Menschenrecht auf ein würdevolles Leben einzufordern, ist das nicht nur verständlich – es ist eine logische Konsequenz.
Die von Rassist*innen erfundenen Metaphern wie „Flüchtlingswelle“ befeuern den gesellschaftlichen, rassistischen Diskurs zur Geflüchtetenfrage. Doch dieses „Wir gegen Die“ ist nicht nur stumpfer, dummer Rassismus. Dahinter steckt eine Systemlogik. Die Spaltung von Menschen – Nationalstaaten eignen sich hierfür besonders gut – dient strukturell der Erhaltung des kapitalistischen Gesellschaftssystems.
Wirtschaftlich Ausgegrenzte und Niedergeschlagene erhalten durch die künstliche Trennung eine Projektionsfläche, um ihren Unmut und ihr Unglück über die globalen Lebensbedingungen wie Freiheitsentzug und Arbeitszwang in anderen Menschen zu suchen und nicht im System an sich. Opfer dieser systematisch fehlgeleiteten Schuldzuweisungen sind zumeist Gruppen, denen es noch schlechter geht als der eigenen. Sie bieten eine einfache Zielscheibe, denn es scheint leichter zu sein, nach unten zu treten als nach oben.
Genau das ist einer der Gründe, warum wir hier auf der Straße stehen. Wir wollen zeigen, dass wir uns nicht durch das System spalten lassen und in jeder Lebenssituation, zu jedem Zeitpunkt radikal dafür einstehen, unsere Kämpfe für eine befreite Gesellschaft gemeinsam und selbstverwaltet zu führen.
Unser Mitgefühl und unsere Solidarität gelten allen direkt von Flucht Betroffenen. Wir sind nicht allein, wir setzen uns zu Tausenden für eine freie Welt ohne Grenzen ein. Wir werden unseren Kampf weiterführen, bis wir alle Grenzen eingerissen, die letzten Akten geschreddert und die letzten Gefangenen aus den Knästen der Justiz und den Knästen des Kapitalismus befreit haben.

Auf zur Beendigung dieser Farce! Solidarität muss praktisch werden!

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Gedanken zu den Brandanschlägen in Frankfurt a.M. http://aufdersuche.blogsport.de/2018/12/23/gedanken-zu-den-brandanschlaegen-in-frankfurt-a-m/ http://aufdersuche.blogsport.de/2018/12/23/gedanken-zu-den-brandanschlaegen-in-frankfurt-a-m/#comments Sun, 23 Dec 2018 19:43:53 +0000 Administrator Allgemein http://aufdersuche.blogsport.de/2018/12/23/gedanken-zu-den-brandanschlaegen-in-frankfurt-a-m/ Die Brandanschläge auf linke Projekte in Frankfurt kommen nicht aus heiterem Himmel. Der rechten Hetze folgen längst Taten – umso mehr ein Grund, solidarisch miteinander zu sein und der aufkommenden Faschisierung entgegenzutreten! Folgender Flyertext wurde von uns auf der antifaschistische Stadtteildemo in Gostenhof am 22.12.18 verteilt:

Brandanschläge auf linke Projekte in Frankfurt und Umgebung – Solidarität mit den Betroffenen und Kampf dem Faschismus!

In den vergangenen Wochen kam es in Frankfurt a.M. und der näheren Umgebung zu einer Serie von Brandanschlägen auf linke Projekte. Nicht in allen Fällen konnten die Brände rechtzeitig gelöscht werden, bevor ein größerer Schaden entstand. Die meisten der betroffenen Projekte waren bewohnt oder lagen in dicht bebauten Wohngebieten. Der Tod von Menschen wurde somit billigend in Kauf genommen, wenn nicht gar beabsichtigt.(1)

Dies geschieht in einer Zeit, in der in Deutschland und an vielen anderen Orten auf der Welt Stimmung gegen emanzipatorische Projekte und Lebensweisen gemacht wird. Die Faschisierung schreitet nicht nur auf der Straße und in den Köpfen voran, sondern findet ihren Widerhall auch in den Parlamenten – und in rechtsterroristischen Zusammenschlüssen, von denen der mörderische NSU nur der bekannteste, aber bei weitem nicht der einzige ist. So wurde in den vergangenen Wochen die Existenz eines rechtsradikalen Netzwerkes in der Bundeswehr bekannt, in dem auch Mitarbeiter*innen des Verfassungsschutz, der Polizei und Richter*innen aktiv sind, die zusammen Umsturzpläne für einen „Tag X“ schmieden und bereits die systematische Internierung und Tötung politischer Gegner*innen entwerfen.(2) Und in Frankfurt – wiederum – macht gerade eine sich selbst als „NSU 2.0“ betitelnde, rechte Zelle von mindestens fünf Polizist*innen Schlagzeilen, die u.a. Todesdrohungen gegen eine Anwältin verschickten, die im NSU-Prozess die Familie eines der ermordeten Menschen vertrat.(3)

All das ist umso erschreckender, wenn man bedenkt, dass es lediglich die Spitze eines sehr großen und ständig wachsenden Eisberges ist. Die alltäglich gewordene Hetze gegen und Jagd auf Menschen, die als „migrantisch“ definiert werden, geht Hand in Hand mit Anschlägen auf Wohnhäuser (seien sie von Geflüchteten bewohnt oder eben linken Wohnprojekte) genauso wie auf Menschen. Der Schock darüber weicht allzu schnell einer schulterzuckenden Gleichgültigkeit, wenn nicht gar klammheimlichen Freude bei einigen. Diese Verschiebung des gesellschaftlichen Klimas hin zu einem, in dem Rassismus, Sexismus und ganz allgemein menschenverachtende Ansichten ohne jede Skrupel wieder offen propagiert und anerkannt werden, ließ sich über die letzten Jahre immer deutlicher beobachten. Eine antifaschistische Grundhaltung, die eigentlich common sense sein sollte, wird als „political correctness“ verschrien und durch menschenfeindliche Rhetorik ersetzt.

In Anbetracht all dessen wundert es nicht, dass diesen Worten bereits Taten folgen. Längst geht es nicht mehr nur darum, unsere kleiner werdenden Freiräume zu verteidigen und eine Schadensbegrenzung vorzunehmen. Nein, es geht um alles; es geht darum, einem wiederaufkeimenden Faschismus von Anfang an den Weg zu versperren.
Es liegt in unserer Hand, gemeinsam das Ruder herumzureißen und in eine Richtung zu steuern, die der Faschisierung ein solidarisches Gesellschaftsmodell entgegenstellt und sie somit ausbremst. In Richtung vollständiger Emanzipation jenseits von staatlicher oder sonstiger Autorität. Eine offensiv-antifaschistische Richtung, welche die Grund-bedingungen von Spaltung angeht und den Kapitalismus bekämpft anstatt derer, die darunter leiden!

Wir sind solidarisch mit allen betroffenen Projekten und Personen der jüngsten Anschläge!
Kampf dem Faschismus – für eine anarchistische Gesellschaft von Freien und Gleichberechtigten!

(1) Chronologie der Ereignisse: Am 14. Sept. brannte das Wohnprojekt Knotenpunkt des Mietshäusersyndikats in Schwalbach am Taunus nieder; am 13. Nov. war bereits versucht worden, die seit 35 Jahren besetzte AU sowie das nahegelegene Wohnprojekt Assenland anzuzünden, ebenfalls Teil des Mietshäusersyndikats. Am 15. Nov. brannte eine Gartenlaube der AU und am 16. Nov. wurde dann versucht, ein der AU zugeordnetes Fahrzeug anzuzünden. Am 3. Dez. wurde ein Bauwagen des Hanauer Mietshäusersyndikat-Projekts Schwarze 79 angezündet und schwer beschädigt. Zuletzt konnten glücklicherweise zwei Brandanschläge auf das Cafe ExZess am 9. und 10. Dez. rechtzeitig entdeckt und ohne größeren Schaden gelöscht werden. Letzterer erfolgte während des gut besuchten Montagscafés.
(2) Quelle z.B.: http://www.taz.de/!5548926/
(3) Quelle z.B.: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/frankfurt-mutmassliche-rechtsextreme-zelle-in-der-polizei-was-ueber-den-nsu-2-0-bekannt-ist-a-1244092.html

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http://aufdersuche.blogsport.de/2018/12/23/gedanken-zu-den-brandanschlaegen-in-frankfurt-a-m/feed/
Brandanschläge: Solidarität mit den Projekten in Frankfurt und Umgebung! http://aufdersuche.blogsport.de/2018/12/17/brandanschlaege-solidaritaet-mit-den-projekten-in-frankfurt-und-umgebung/ http://aufdersuche.blogsport.de/2018/12/17/brandanschlaege-solidaritaet-mit-den-projekten-in-frankfurt-und-umgebung/#comments Mon, 17 Dec 2018 15:36:17 +0000 Administrator Allgemein http://aufdersuche.blogsport.de/2018/12/17/brandanschlaege-solidaritaet-mit-den-projekten-in-frankfurt-und-umgebung/ Solidaritätserklärung der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen

In den vergangenen Wochen kam es in Frankfurt a.M. und der näheren Umgebung zu einer Serie von Brandanschlägen auf linke Projekte, von denen leider zwei erfolgreich waren. In sechs Fällen konnten die Brände rechtzeitig gelöscht werden. Die meisten der betroffenen Projekte waren bewohnt oder lagen in dicht bebauten Wohngebieten, der Tod von Menschen wurde billigend, wenn nicht gar beabsichtigt, in Kauf genommen. Am 14. September brannte das Wohnprojekt Knotenpunkt des Mietshäusersyndikats in Schwalbach am Taunus nieder; am 13. November wurde versucht, die seit 35 Jahrten besetzte AU, sowie das nahegelegene Wohnprojekt Assenland anzuzünden, ebenfalls Teil des Mietshäusersydikats; am 15. November brannte eine Gartenlaube der AU und am 16. November wurde dann versucht ein der AU zugeordnetes Fahrzeug anzuzünden. Am 3. Dezember wurde ein Bauwagen des Hanauer Mietshäusersyndikat-Projekts Schwarze 79 angezündet und schwer beschädigt. Zuletzt konnten glücklicherweise zwei Brandanschläge auf das Cafe ExZess am 9. und 10. Dezember rechtzeitig entdeckt und ohne größeren Schaden gelöscht werden. Letzterer erfolgte während des gut besuchten Montagscafés.
Dies geschieht in einer Zeit, in der Parlamente in Deutschland und an vielen anderen Orten auf der Welt Stimmung gegen emanzipatorische Projekte machen. Auch in Frankfurt gab es Angriffe der Politik gegen unter anderem die AU und das ExZess. Es wundert uns nicht, dass den Worten nun Taten folgen. Während islamistischer Terrorismus zu Recht verurteilt wird, sehen der Staat und die Gesellschaft bei rechtem Terror grundsätzlich weg – wie unter anderem der NSU-Prozess deutlich gezeigt hat. Die Allgemeinheit muss endlich eine offensive Position gegen den Rechtsruck beziehen.

Wir sind solidarisch mit allen betroffenen Projekten und Personen. Kampf dem Faschismus!

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Weitere Solidaritätserklärungen und Informationen verlinken wir hier der Vollständigkeit halber:

Pressemitteilung »Faites votre jeu!«, 09.12.2018

Pressemitteilung Mietshäuser Syndikat Regionale Koordination Rhein-Main, 9.12.2018

Presseerklärung ExZess, 10.12.2018

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11.12. ¦ Filmabend: Oasen der Freiheit – Anarchistische Streifzüge http://aufdersuche.blogsport.de/2018/11/14/11-12-filmabend-oasen-der-freiheit-anarchistische-streifzuege/ http://aufdersuche.blogsport.de/2018/11/14/11-12-filmabend-oasen-der-freiheit-anarchistische-streifzuege/#comments Wed, 14 Nov 2018 13:05:39 +0000 Administrator Allgemein http://aufdersuche.blogsport.de/2018/11/14/11-12-filmabend-oasen-der-freiheit-anarchistische-streifzuege/ Bei unserer nächsten Dienstags-Vefa im Dezember gibt es nicht nur wieder leckeres veganes Essen für alle, sondern wir wollen uns diesmal auch gemeinsam die einstündige Dokumentation über einige anarchistische Orte in Europa ansehen. Ab 19:30 im Projekt 31 – kommt vorbei!

Filmbeschreibung:
Der Schriftsteller Ilija Trojanow begibt sich auf Spurensuche nach Oasen der Freiheit in Europa. Er findet sie – in der anarchistischen Geschichte und Gegenwart, in der Literatur und im Internet.
Der aus Bulgarien stammende Autor, Philsoph und Verleger besucht auf seiner Reise verschiedene selbstverwaltete Projekte: Etwa das kleine spanische Dorf Marinaleda, wo die Uhren anders laufen und die Bewohner seit Jahrzehnten dem Kapitalismus trotzen. Oder die Insel Ikaria, wo keine Uhren laufen, die Menschen zeitlos leben und älter werden. Und er stößt auf einen Gebäudekomplex im Thüringer Wald, der früher als Schutzhütte für Anarchosyndikalist*innen diente und nun als „Bakunin-Hütte“ instandgehalten und selbstverwaltet genutzt wird…

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11.11. ¦ Workshop: Radikale Bedürfnisorientierung http://aufdersuche.blogsport.de/2018/10/13/11-11-workshop-radikale-beduerfnisorientierung/ http://aufdersuche.blogsport.de/2018/10/13/11-11-workshop-radikale-beduerfnisorientierung/#comments Sat, 13 Oct 2018 10:24:26 +0000 Administrator Allgemein http://aufdersuche.blogsport.de/2018/10/13/11-11-workshop-radikale-beduerfnisorientierung/

Workshop von und mit dem Kollektiv life’s a beach
Am Sonntag, den 11.November ab 13:00 im Projekt 31
Dauer ca. 4 Stunden
Dazu gibt’s vegane Leckereien

In vielen Strukturen wie Schule, Studium, (Lohn-)Arbeit, Politgruppen und persönlichen Beziehung_en sind wir mit Erwartungen konfrontiert. Manchmal bringen diese uns davon ab, einen Weg zu gehen, der richtig gut für uns passt. Zusammen möchten wir darüber sprechen, wie wir mit Erwartungen umgehen und unsere leisen Stimmen wahrnehmen können, die uns erzählen, was wir gerade brauchen. was passiert, wenn wir statt des „Müssens“ und „Sollens“ stärker auf das „Wollen“ achten? Wir wollen herausfinden, was wir ganz freiwillig möchten und nicht möchten, um so unser Leben unseren werten, wünschen und Bedürfnissen entsprechend_er zu gestalten. Wir möchten in einen gemeinsamen Austausch treten, wie radikale Bedürfnisorientierung im Alltag gelebt werden kann.

Offen für all gender und ohne Voranmeldung!

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