http://aufdersuche.blogsport.de Fri, 17 Aug 2018 08:11:22 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en 18.08. ¦ Never again! Auf die Straße gegen das „Bürgerbündnis Franken“ http://aufdersuche.blogsport.de/2018/08/17/18-08-never-again-auf-die-strasse-gegen-das-buergerbuendnis-franken/ http://aufdersuche.blogsport.de/2018/08/17/18-08-never-again-auf-die-strasse-gegen-das-buergerbuendnis-franken/#comments Fri, 17 Aug 2018 08:11:17 +0000 Administrator Allgemein http://aufdersuche.blogsport.de/2018/08/17/18-08-never-again-auf-die-strasse-gegen-das-buergerbuendnis-franken/

Kommt am 18.08. um 13:15 zum Weißen Turm um den Nazis den Tag zu vermasseln!

„Bürgerbündis Franken“, unter diesem vermeintlich harmlos klingenden Namen wollen am 18.08.2018 Rassist*innen, Holocaustleugner*innen und Antifeminist*innen in Nürnberg auf die Strasse gehen. Das „Bürgerbündnis“ ist nur eine weitere rechte Gruppe neben PEGIDA, AfD und CSU die ihren stumpfen Hass auf Geflüchtete in aller Öffentlichkeit kundtun möchte, um noch mehr Menschen anzustacheln es ihnen gleich zu tun. Sie alle geben sich besorgt um die Sicherheit in der BRD und appellieren vor allem an die Emotionen und Vorurteile eines jeden von uns, mit dem Ziel die bereits vorhanden Bedrohungsgefühle ins unermessliche zu steigern. Sie machen Geflüchtete verantwortlich für alle komplexen Probleme die in unsere Gesellschaft tagtäglich produziert werden. In ihrer verschrobenen Weltsicht sind Geflüchtete zu aller erst Betrüger, Vergewaltiger und Mörder, nicht Menschen die Schutz vor Hunger, Folter und Krieg suchen. Diese Darstellung hat Methode und ist allen faschistischen und faschistoiden Gruppen bzw. Parteien gemein. Denn da wo nicht mehr das Individuum Mensch gesehen wird sondern nur noch die bedrohliche Masse ist es ein leichtes den*die Einzelne*n nicht mehr als Menschen wahrzunehmen. Wohin dieses Verhalten in letzter Konsequenz führt hat die deutsche Geschichte mit der Shoa1 und dem Proajmos2 im mörderischen zweiten Weltkrieg schon einmal gezeigt. Aber nicht nur Geflüchtete sind die Ziele ihres Hasses auch alle die sich gegen diese Dummheit zur Wehr setzten werden diffamiert und angegriffen. Daher ist es an uns allen die sich als Antifaschist*innen verstehen und etwas aus der Geschichte gelernt haben wollen sich jetzt und mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln gegen das Wiederaufstreben des Faschismus zu wehren! Es ist unser aller Aufgabe Nazis als das zu benennen was sie sind, auch wenn sie ihre menschenverachtende Propaganda als Meinungsfreiheit verkaufen wollen. Es ist unsere Aufgabe, überall da wo sie auftauchen, uns ihnen in den Weg zu stellen, kein Staat und keine Polizei wird uns diese Aufgabe abnehmen. Im Gegenteil, der NSU ist das eindrücklichste Beispiel dass der deutsche Staat Nazis beim Morden hilft, während er gleichzeitig mit aller Härte gegen Menschen die sich gegen diese Politik wehren, vorgeht. Der kapitalistische Staat dessen Fundament Ausbeutung, Spaltung und Unterdrückung ist, wird immer Nazis produzieren. Er ist nicht in der Lage die von ihm selbst geschaffenen gesellschaftlichen Konflikte und Probleme zu lösen. Das heisst für uns Antifaschist*innen im Umkehrschluss dass nur eine Überwindung der jetzigen herrschenden Verhältnisse und die gleichzeitige Errichtung einer echten freien Gesellschaft, die auf der Solidarität der Menschen untereinander baut, die einzige Lösung für das Problem des Faschismus ist!

Kommt am 18.08.2018 um 13:15 zum Weißen Turm und zeigt den Nazis was ihr von ihnen haltet!

Nie wieder Faschismus!
Für eine solidarische und befreite Gesellschaft!
Für freie Liebe und die Anarchie!

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Rückblick auf die Tage gegen Repression http://aufdersuche.blogsport.de/2018/06/27/rueckblick-auf-die-tage-gegen-repression/ http://aufdersuche.blogsport.de/2018/06/27/rueckblick-auf-die-tage-gegen-repression/#comments Wed, 27 Jun 2018 09:47:18 +0000 Administrator Allgemein http://aufdersuche.blogsport.de/2018/06/27/rueckblick-auf-die-tage-gegen-repression/ Die Tage gegen Repression vom 11. bis 13. Mai sind nun schon wieder über einen Monat her und wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal bei allen Referent*innen und Besucher*innen für den interessanten Input, die spannenden Diskussionen und die angenehme, solidarische Atmosphäre bedanken, die das Wochenende geprägt haben und trotz des unschönen Themas Mut gemacht und Energie für weitere Kämpfe gespendet haben.
Da jede*r sicherlich eigene Highlights hat und etwas anderes aus dem Wochenende zieht, wollen wir hier nur einen groben Überblick über das geben, was gelaufen ist, und eine kleine Einschätzung als organisierende Gruppe abgeben. Einige der Vorträge haben wir außerdem als Audios aufgenommen und unten im Artikel eingefügt.

Los ging alles am Freitag Abend mit dem Vortrag der Aktivistin, die im November 2016 die menschenverachtende AfD-Rassistin und Antifeministin Beatrix von Storch mit einer Torte bewarf. Weil die Aktivistin sich weigerte, die verhängte Geldstrafe zu zahlen, musste sie für zwei Wochen in den Knast. Über ihre Zeit hinter Gittern erzählte sie uns in einem persönlichen Erfahrungsbericht, angereichert mit politischen Hintergrundinformationen und Bewertungen, die am Ende entsprechend in der Forderung des gesamten Vortrags gipfelten: „Knäste abschaffen!“

Der Samstag begann mit einem veganen Brunch. Nachdem eine Autopanne die Ankunft der Genoss*innen vom Anarchist Black Cross Dresden verzögerte, verschob sich das ganze Programm um 1-2 Stunden nach hinten. So war jedoch genügend Zeit, bei Sonnenschein im Hof des Projekt 31 zu sitzen und sich in Gesprächen mit den anderen Besucher*innen auszutauschen. Die Zeit wurde auch von vielen genutzt, um Postkarten an Menschen zu schreiben, die gerade hinter Gittern sitzen. Dazu gab es einen kurzen Inputvortrag über das Wie und die Notwendigkeit davon, Inhaftierten zu schreiben.

Der Vortrag „Knast als Lebensrealität“ vom Anarchist Black Cross‘ aus Dresden vermochte den Zuhörer*innen am Nachmittag dann sehr verständlich und eindrücklich die Irrsinnigkeit des Knastsystems zu vermitteln. Es ging zudem um den Zweck, den diese besondere Form der Strafe zur Aufrechterhaltung von Staat und Kapitalismus hat. Die Vortragenden machten an dieser Stelle jedoch keinen Cut, sondern gaben anhand persönlicher Erfahrungen Tipps zu einem anderen, gemeinschaftlichen Umgang mit Konflikten, der sich anstatt institutionalisierter Rachegelüste immer an den Bedürfnissen der Betroffenen orientiert und die gesellschaftlichen Dimensionen von Gewalt maßgeblich mit einbezieht. Genannt seien hier insbesondere die aus dem englischsprachigen Raum stammenden Konzepte von Community Accountability und Transformative Justice, mit denen eine nähere Auseinandersetzung sehr lohnend ist.
So wurden die Zuhörerer*innen am Ende mit konkreten Ideen für einen konstruktiveren, lösungsorientierten Umgang mit Konflikten entlassen, der hoffentlich noch weitere Verbreitung auch über unsere Kreise hinaus finden wird.

Im Anschluss daran veranstalteten zwei Genossen der Rote-Hilfe-Ortsgruppe Nürnberg einen Workshop zum Umgang mit Repressionsbehörden. Dabei wurde dem Publikum der Inhalt des „Was tun wenn‘s brennt“-Klassikers ausführlicher und noch mehr in die Tiefe gehend auseinandergesetzt und es gab ausreichend Raum für Nachfragen und Diskussionen zu diesem Thema.

Der Tag schloss schließlich mit einer Lesung aus dem Ratgeber „Wege durch den Knast“. In gemütlicher Atmosphäre lauschten wir einem Referenten aus dem Redaktionskollektiv, der einzelne exemplarische Passagen vorstellte und Anekdoten rund um die Entstehungsgeschichte und Veröffentlichung erzählte. Es ging jedoch auch um die wachsende Zensur dieses ausführlichen, sehr hilfreichen Ratgebers für Inhaftierte, deren Freund*innen und Angehörige. Für die kommende Ausgabe wünschen wir den Genoss*innen aus der Wege-durch-den-Knast-Redaktion deshalb weiterhin viel Kraft und Erfolg. Wir hoffen, dass ihr Buch auch in Zukunft die Menschen hinter den Knastmauern erreichen wird und ihnen Tipps gibt, wie ein widerständiges Dasein im Kampf um Selbstbestimmung gegen die enorme Unterdrückung im Knast möglich sein kann.

Der Sonntag als letzter Tag war geprägt von noch praktischeren Inhalten: Zunächst referierte die Rote-Hilfe-Ortsgruppe noch einmal, diesmal über die Möglichkeiten, wie Aktivist*innen sich vor Gericht verhalten können, ohne Genoss*innen oder politische Ideale zu verraten. Dabei wurden für viele Zuhörerer*innen bestehende Unklarheiten zu rechtlichen Fragen bezüglich Justizverfahren aufgeklärt.

Beendet wurde das Wochenende schließlich mit einer Initiative für die Gründung einer Soligruppe der Gefangenengewerkschaft in Nürnberg, welcher Unterstützung „von außen nach innen“ für Inhaftierte geben könnte. Zwei Genossen von der basisdemokratischen GG/BO (Gefangenengewerkschaft/ Bundesweite Organisation) waren das ganze Wochenende über da und gaben nun an diesem letzten Themenpunkt praktische Tipps, wie der Aufbau einer Gewerkschaft hinter und über die Mauern des Knastes hinweg auch gegen den erwartbaren Widerstand der Gefängnisautoritäten gelingen kann.

Ein Konzept, das wir zukünftig öfter bei der Veranstaltung von Vorträgen realisieren möchten, war und ist, dass es während des Wochenendes durchgehend das Angebot von Kinderbetreuung gab. Dies gab auch Eltern die Möglichkeit, an allen Veranstaltungen teilzunehmen. Außerdem ist der belebende, erfrischende Effekt, den das Zusammenkommen von Menschen jeden Alters bei solchen politischen Veranstaltungen – gerade in Angesicht des ernüchternden Themas Repression – auf die Gemüter hat, nicht zu unterschätzen.

Die Teilnehmer*innenzahlen variierten bei den verschiedenen Veranstaltungen zwischen 15 und 25 Besucher*innen. Gemessen an der Unbeliebtheit des Themas, das von vielen aktiven Leuten doch eher gemieden wird, ist dies Zahl nicht ungewöhnlich. Allerdings hätte sie sicherlich noch gesteigert werden können, wenn wir das Wochenende früher und intensiver beworben hätten.
Insgesamt sind wir als veranstaltende Gruppe jedoch sehr zufrieden mit dem Verlauf der Tage gegen Repression. Ausgangspunkt dafür, sie zu organisieren, war zunächst unser eigenes Bedürfnis gewesen, uns zu diesem Themenkomplex zu bilden, selbst zu befähigen und die von Repression betroffenen Personen aus unserem direkten Umfeld besser unterstützen zu können. Das Gefühl, bezüglich Knast und Einsperrung gewissermaßen einen blinden Fleck zu haben, ließ sich durch die Veranstaltungen erfolgreich auflösen. Wir haben viel gelernt, uns ausgetauscht und vernetzt.

Nun gilt es, weiter gegen die Repression zu kämpfen, die gerade emanzipatorische Bewegungen betrifft, sowie Menschen, die „am Rande der Gesellschaft“ stehen oder der Logik von Staat, Rassismus und Kapitalismus widersprechen. Gerade in Nürnberg gilt es derzeit noch immer, die vielen angeklagten Protestierenden nach dem 31.Mai 2017 zu unterstützen, deren Prozesse sich sicherlich noch eine ganze Zeit lang hinziehen werden. Sie alle verdienen unsere Solidarität, egal ob sie unserem direkten Umfeld entstammen oder nicht, politisch aktiv sind oder im Knast als sogenannte „soziale Gefangene“ geführt werden würden. Jedoch sei an dieser Stelle auch explizit noch einmal die FdA-Kampagne Ausbruch, Aufbruch, Anarchie – Freiheit für Jan und alle anderen! beworben, die den genannten anarchistischen Genossen genauso wie alle anderen Angeklagten nach dem 31.Mai unterstützen will und überregional Solidarisierung mit von Repressionen Betroffenen schaffen möchte.

Als Anarchist*innen lehnen wir jede Form der Einsperrung, Unterdrückung von und Kontrolle über Lebewesen ab. Das gilt letztlich auch für alle Menschen. Wir müssen andere Formen und Wege finden, Konflikte beizulegen, denn der Staat löst sie gewiss nicht – seine „Lösungen“ bestehen darin, unliebsame Bewegungen zu kriminalisieren, Gewalt produzierende Gegensätze zu verschärfen und Menschen, die in der kapitalistischen Ordnung keinen Platz finden, wegzusperren.
Wenn wir sein Netzwerk von Herrschaft und Unterdrückung auflösen wollen, dürfen wir dabei nicht in ähnliche repressive Mechanismen verfallen, wie sie einem Staat zu eigen sind. Lasst uns das bei unserer täglichen politischen Arbeit niemals vergessen.

Hier die Audios der Vorträge:

Anarchist Black Cross Dresden: Knast als Lebensrealität
Buchvorstellung: Wege durch den Knast
Knäste abschaffen: Erzählung einer Tortenwerferin (folgt noch)
Rote Hilfe OG Nürnberg: Was tun vor Gericht? (folgt noch)

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12.06.18 ¦ Anarchistische Bewegungen und Widerstand gegen kapitalistische Ausbeutung in Griechenland http://aufdersuche.blogsport.de/2018/05/20/12-06-18-anarchistische-bewegungen-und-widerstand-gegen-kapitalistische-ausbeutung-in-griechenland/ http://aufdersuche.blogsport.de/2018/05/20/12-06-18-anarchistische-bewegungen-und-widerstand-gegen-kapitalistische-ausbeutung-in-griechenland/#comments Sun, 20 May 2018 16:03:52 +0000 Administrator Allgemein http://aufdersuche.blogsport.de/2018/05/20/12-06-18-anarchistische-bewegungen-und-widerstand-gegen-kapitalistische-ausbeutung-in-griechenland/ Veranstaltung mit Ralf Dreis

Nach drei Jahren links-rechter-Querfrontregierung in Griechenland ist das Land raus aus den Schlagzeilen. Laut einhelliger Meinung deutscher Massenmedien geht es wirtschaftlich wieder bergauf. Grund genug etwas genauer hinzuschauen.

Die Veranstaltung gibt einen Überblich über den Stand der Dinge nach acht Jahren Spardiktat, über Selbstorganisierung im autoritären Krisenstaat, besetzte Häuser, soziale Zentren und den erneut aufkommenden Nationalismus. Einen besonderen Schwerpunkt werden die Aktivitäten der verschiedenen anarchistischen Strömungen und ihre Abwehrkämpfe gegen staatliche Repression und faschistische Angriffe bilden.

Der Griechisch-Übersetzer Ralf Dreis lebt in Deutschland und Griechenland und ist in beiden Ländern in der anarchistischen bzw. anarchosyndikalistischen Bewegung aktiv. Seit Mitte der 90er Jahre berichtet er für die anarchistische und linke Presse über politische Entwicklungen in Griechenland.

Am 12.06.18 um 20:00 im Projekt 31. Ab 19:00 gibt’s bereits veganes Essen für alle.

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IFA ¦ Anarchist*innen eröffnen ABRA (Soziales Zentrum & Anarchistische Bibliothek) in Havanna http://aufdersuche.blogsport.de/2018/05/15/ifa-anarchistinnen-eroeffnen-abra-soziales-zentrum-anarchistische-bibliothek-in-havanna/ http://aufdersuche.blogsport.de/2018/05/15/ifa-anarchistinnen-eroeffnen-abra-soziales-zentrum-anarchistische-bibliothek-in-havanna/#comments Tue, 15 May 2018 21:28:55 +0000 Administrator Allgemein http://aufdersuche.blogsport.de/2018/05/15/ifa-anarchistinnen-eroeffnen-abra-soziales-zentrum-anarchistische-bibliothek-in-havanna/ Im Jahr 2016 hat sich die FdA an einer Spendenkampagne beteiligt, die zum Ziel hatte, Geld für den Kauf eines Gebäudes in Kuba zusammenzubekommen. Die Föderation leistete schließlich einen bedeutenden Beitrag dazu.
Nachdem den Genoss*innen in Kuba der Kauf eines Objekts in der Hauptstadt Havanna gelang, war es nun am Samstag, dem 5.5.2018 endlich so weit: Das Zentrum ABRA (Soziales Zentrum und Libertäre Bibliothek) öffnete feierlich seine Tore. Im Folgenden dokumentieren wir den Text zur Eröffnung.

Diesen 5. Mai 2018 beginnt mit der Eröffnung des ABRA, des “Centro Social y Biblioteca Libertaria” (Soziales Zentrum und Libertäre Bibliothek), für eine Gruppe von Kubaner*innen eine neue Etappe im Prozess der eigenen Emanzipierung.

Mit diesem Projekt möchte das Kollektiv “Taller Libertario Alfredo López” (eine 2012 entstandene, anarchistische, antiautoritäre und antikapitalistische Initiative, die Mitglied der Anarchistischen Föderation in Mittelamerika und der Karibik, FACC, ist) in enger und lebhafter Kooperation mit befreundeten Kollektiven, wie dem “Observatorio Crítico Cubano”, “Guardabosques” sowie einigen anderen Individuen, einen dauerhaften und autonomen Raum im heutigen Kuba zu schaffen.
Einen Ort, um Erfahrungen und Praktiken zu fördern, die unabhängig sind von jedweder Regierung (ob in- oder ausländisch) bzw. von jedweden Institutionen, die Regierungen repräsentieren. Dieser Ort soll darauf beruhen, was die Teilnehmenden selbst mit einbringen. Mit ABRA möchten wir eine Praxis in den Mittelpunkt stellen, die mittels prefigurativer Praktiken die Gesellschaft, die wir uns erträumen, bereits jetzt vorwegnimmt. Zugleich geht es uns um eine Praxis, die im Einklang mit der Natur steht. Konkret bedeutet dies ein Minimum an Konsum mit einem Maximum an eigenen, nicht umweltschädlichen Lösungen.

Dieses neue Projekt ist in seinem Kern antikapitalistisch ausgerichtet, da der Kapitalismus Beziehungen zwischen Personen fördert, die auf dem Gedanken der Nützlichkeit, der Herrschaft, der Konkurrenz und des Profits basieren, also all das, was eben nicht zu der Gesellschaft führt, die wir anstreben. Gestützt werden all diese negativen Erscheinungen von Staaten, Firmen und Unternehmen, die die Welt und unser Land beherrschen und ausplündern. Daher begreift sich das Soziale Zentrum als Opposition zu all diesen Konglomeraten und ihren Praktiken.

Andererseits ist jedoch klar, dass die Emanzipation nicht möglich ist, ohne Teil der uns umgebenden Gemeinschaften zu sein. Daher existiert ABRA neben und inmitten der Gemeinschaften, und ist dadurch ebenso von der Unterdrückung betroffen, die sie erleiden, wie von den Siegen, die sie in ihrem Kampf erringen. Gleichzeitig beteiligt sich das Projekt auch an unterschiedlichsten Widerstandsdynamiken und der Schaffung neuer Affinitätsgruppen, denen wir ebenfalls Platz in unserem Zentrum und in unseren Projekten einräumen. ABRA möchte all jenen Freundeskreisen, Personen oder Affinitätsgruppen einen Raum bieten, die sich nicht auf den eng gesetzten Rahmen von Regierung & Opposition beschränken, sondern mittels der direkten Aktion und ohne Vermittlungsinstanz die diversen Fragen des alltäglichen Lebens und die Erschaffung von Neuem in allen Sphären der Realität in Angriff nehmen.

Dieser Ort positioniert sich aktiv gegen jede Diskriminierung nach Hautfarbe, ethnischer Herkunft, Geschlecht, Sexualität, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität, Territorium, Bildungsniveau, ökonomischem Status und allem, was sich gegen die Würde der Menschen richtet. Außerdem erkennen wir die Pluralität von Meinungen (politischen, ideologischen, moralischen etc.) an, ohne unsere eigenen aufzugeben.
ABRA bietet Raum für den Austausch inmitten einer kommerzialisierten und überwachten Stadt und möchte ein Ort der lokalen, nationalen und internationalen Gegeninformation sein, der autodidaktischen Bildung, der Gedenken, der Feiern und Begegnungen; ein Versuch, die prekäre gegenkulturelle Szene und produktive Autonomie, die in Havanna und Kuba existiert, zu fördern.
Das Soziale Zentrum konstituiert sich als ein Ort der sozialen, horizontalen Kommunikation, um jenen nationalen und internationalen Erfahrungen eine Stimme zu geben, die für die hegemonialen Institutionen nicht von Interesse sind, aber zu einer antiautoritären und emanzipatorischen Perspektive beitragen, die jedoch für jene von uns von Interesse ist, die in Kuba kämpfen.
Mittel und Zweck stehen hier nicht im Widerspruch: Wichtigste Merkmale sind dabei die Horizontalität, die persönliche Freiheit und die aktive Teilnahme auf Grundlage der direkten Aktion.

In der letzten Ausgabe der GaiDao, der Zeitschrift der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen, ist übrigens ein interessanter, ausführlicher Artikel zur Situation des Anarchismus‘ in Kuba erschienen. Die GaiDao ist kostenlos zum Download in verschiedenen Formaten erhältlich, zum Beispiel hier.

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11.-13. Mai ¦ Tage gegen Repression http://aufdersuche.blogsport.de/2018/04/25/11-13-mai-tage-gegen-repression/ http://aufdersuche.blogsport.de/2018/04/25/11-13-mai-tage-gegen-repression/#comments Wed, 25 Apr 2018 16:52:48 +0000 Administrator Allgemein http://aufdersuche.blogsport.de/2018/04/25/11-13-mai-tage-gegen-repression/

Gefängnisse, Einsperrung und Unterdrückung gibt es schon so lange, wie Menschen über Menschen herrschen. Derzeit erleben wir jedoch ein Ausmaß an Verfolgung durch staatliche Organe, welches (zumindest in der jüngeren Vergangenheit) beispiellos ist. Einhergehend mit dem Rechtsruck und dem Diskurs um Sicherheit werden massive Gesetzesverschärfungen durchgepeitscht. Egal ob §§113/114 StGB oder das Polizeiaufgabengesetz (PAG) – widerständige Positionen sollen kriminalisiert, die Kompetenzen bei der Verfolgung ausgeweitet und das Strafmaß erhöht werden. Selbst bei Nichtigkeiten drohen inzwischen Haftstrafen.
Repression hat viele Gesichter
Dass Anquatschversuche, Drohungen, strafrechtliche Verfolgung und Knastaufenthalte nicht ohne spürbare Folgen für uns alle bleiben, ist nicht verwunderlich. Repression ist nicht nur die Androhung einer juristischen Verfolgung, sondern hat Auswirkungen auf unsere Psyche, kann uns im schlimmsten Fall lähmen und handlungsunfähig machen – das zumindest ist beabsichtigt. Doch wir fügen uns dem nicht! Wir sind solidarisch und wehren uns kollektiv, wir informieren uns, diskutieren und finden Möglichkeiten des Umgangs und des Widerstandes.
Höchste Zeit also, uns umfassend mit dem Thema auseinanderzusetzen! Zu diesem Zweck finden vom 11. – 13. Mai die Tage gegen Repression im Projekt 31 in Nürnberg statt.
Für Pennplätze einfach eine Mail an aufdersuche[at]riseup.net schreiben!

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Vive la ZAD! Anarchistische Räume verteidigen! http://aufdersuche.blogsport.de/2018/04/19/vive-la-zad-anarchistische-raeume-verteidigen/ http://aufdersuche.blogsport.de/2018/04/19/vive-la-zad-anarchistische-raeume-verteidigen/#comments Thu, 19 Apr 2018 22:41:30 +0000 Administrator Allgemein http://aufdersuche.blogsport.de/2018/04/19/vive-la-zad-anarchistische-raeume-verteidigen/ Erklärung der Anarchistische Gruppe Nürnberg (Auf der Suche) gemeinsam mit dem selbstverwalteten Jugend- und Kulturzentrum Projekt 31.
Link zum Bild in größer.

Seit dem 9.April läuft in Frankreich ein groß angelegter Angriff des Staates auf die ZAD in Notre Dame Des Landes in der Bretagne. ZAD steht für zone à défendre – zu verteidigende Zone – und bezieht sich auf ein riesiges Areal, auf dem der französische Staat seit den 1970er Jahren einen Flughafen in die Landschaft stampfen möchte. Gegen das Bauprojekt gibt es seit Jahrzehnten Widerstand. Ab 2009 wurde das Areal dann Stück für Stück besetzt und ist seither zu einem Ort des Lebens und des Widerstandes geworden; zu einem Ort der Solidarität und der Hoffnung, wo sich die Menschen von der Logik des Kapitals aktiv befreien und der Autorität des Staates nicht länger unterworfen sind.

Das alles versucht der französische Staat nun zu zerstören, zu vernichten und niederzureißen. Denn mit über 2.000 Hektar besetzten Landes stellte die ZAD die größte Besetzung in Europa da und hatte die Strahlkraft eines positiven Beispieles von gelebter Solidarität und alltäglichem antiautoritärem Widerstand. Und das ist noch immer so, denn sie wird verteidigt.

Wir senden unsere Solidarität zu den Kämpfer*innen, die sich gegenwärtig in der ZAD gegen die brutalen Angriffe tausender Riot-Cops zur Wehr setzen und dieses fortschrittliche Projekt verteidigen. Viel Kraft und Solidarität für alle, die dort und weltweit für autonome Freiräume kämpfen!

ZAD partout!

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Kundgebung ¦ Brandanschläge und Naziangriffe? http://aufdersuche.blogsport.de/2018/04/06/kundgebung-brandanschlaege-und-naziangriffe/ http://aufdersuche.blogsport.de/2018/04/06/kundgebung-brandanschlaege-und-naziangriffe/#comments Fri, 06 Apr 2018 09:39:33 +0000 Administrator Allgemein http://aufdersuche.blogsport.de/2018/04/06/kundgebung-brandanschlaege-und-naziangriffe/

Kundgebung am 13.04.18 Dreiherrenbrunnen Fürth 17:00 gegen Naziangriffe

In der Nacht vom 26.02.18 auf den 27.02.2018 brannte das Lager der Nürnberger Punk- und Metalkneipe „Bela Lugosi“ nieder. Nur durch Glück kamen dabei keine Menschen zu Schaden. Wegen diesem und vieler anderer Fälle rufen das Antifaschistische Aktionsbündnis Nürnberg (AAB), sowie Nürnberger Kneipen, Organisationen und Vereine zu Zusammenhalt und Solidarität auf. Mit der folgenden Erklärung protestieren die unterstützenden Gruppen gegen (Nazi-) Angriffe auf antifaschistische Kulturorte, Einrichtungen und Einzelpersonen, den offensichtlichen Unwillen der Polizei Täter*innen zu ermitteln, bei gleichzeitiger Verfolgung antifaschistischer Aktivist*innen. Die Unterzeichnenden werden am Freitag den 13. April den Protest gemeinsam auf die Straße zu tragen.

Eine Häufung von Vorfällen – Zufall?

In den letzten Monaten gab es gehäuft Angriffe auf Menschen, Vereinslokale oder Kneipen. Sie alle eint, dass sie sich für Zusammenhalt und Solidarität einsetzen. In allen Fällen hat es Antifaschist*innen getroffen. In allen Fällen liegt die Aufklärungsquote der Polizei bei Null. So wurden einer für ihr Engagement gegen Rechts bekannten Fürther Familie Todesdrohungen mit Bezug auf ihre politische Gesinnung an die Hauswand geschrieben. Einem Fürther Journalisten wurde mehrmals durch rechte Sprühereien gedroht. In der Vergangenheit wurde er schon öfters von Nazis bedroht und beleidigt. Unter anderem wurde sein Auto angezündet. Ebenfalls in Fürth, wurden Tafeln die Widerstandskämpfer gegen den Faschismus ehren, mit Hakenkreuzen beschmiert oder entwendet. In der Nürnberger Innenstadt wurden mehrmals Punks körperlich angegriffen. Bei diesen Fällen sind offensichtlich Rechte die Täter*innen.

Auch gibt es viele Vorfälle, bei denen keine „Bekennerschreiben“ hinterlassen werden. So wurde das Wohnhaus einer antifaschistisch engagierten Familie in der Nürnberger Nordstadt mit übel riechender Farbe angegriffen und die Fassade des linken Stadtteilladens „Schwarze Katze“ in Gostenhof mit Farbbeuteln beworfen. Zwei Mal hintereinander schossen Unbekannte mit Stahlkugeln Löcher in die Scheiben des Gostenhofer Vereins „Dialog der Kulturen“. Schließlich bricht beim Bela Lugosi ein lebensgefährlicher Brand aus. Wenige Monate zuvor wurde der Kneipe Benzin an die Eingangstüre geschüttet – Zufall?

Pöbeleien, Angriffe, Benzin

Der Brand im Lager des Bela Lugosi veranlasste die Unterzeichner*innen aktiv zu werden. Die Feuerwehr musste mehrmals anrücken. Nur durch Glück kam es nicht zu Toten. Die Kneipe war in den letzten Jahren schon öfter Ziel von rechten Angriffen. Sie ist bekannt dafür ein Ort zu sein, in dem jede*r unabhängig Herkunft, Geschlecht oder kultureller Zugehörigkeit einen ausgelassenen Abend verbringen kann. Um dieses Miteinander zu erhalten, legen die Betreiber Wert auf einen konsequenten antifaschistischen Grundkonsens. Rechten aller Couleur ist ein solcher Ort der Solidarität natürlich ein Dorn im Auge. Immer wieder mussten pöbelnde Nazis herausgeschmissen werden und wurden Gäste auf ihrem Heimweg angegriffen. Außerdem warfen Unbekannte die Fenster ein. Als vorläufiger Höhepunkt wurde Benzin an die Eingangstüre geschüttet, dass sich im gesamten Vorraum verteilte.

Polizei ist nicht an Aufklärung interessiert

Die Polizei ist in allen geschilderten Fällen nicht willens die Täter*innen zu ermitteln oder in der rechten Szene zu suchen. Die wegen dem Benzin gerufenen Polizisten verweigerten es eine Anzeige aufzunehmen. Die bei dem Brand „ermittelnden“ Beamten fanden in den Akten nicht einmal einen Vermerk über den Benzin-Vorfall. Aktuell schließt selbst die Polizei eine Brandstiftung nicht aus. Ob sie tatsächlich an einer Aufklärung interessiert ist wird sich zeigen.

Der „Dialog der Kulturen“, ist ein linker, migrantischer Verein. Auch nachdem das erste Mal ein Loch in die Scheiben geschossen wurde, verweigerte die Polizei zu ermitteln und machte die Betreiber*innen selbst verantwortlich. Erst nach dem zweiten Schuss, sahen sie sich bemüßigt, sich die Sache genauer anzusehen. Auch hier gab es bis jetzt keine Ermittlungserfolge. Besonders in Fürth ist dies eine seit über zehn Jahren bekannte Situation. Nazis können hier von den Behörden unbehelligt Menschen verprügeln, Autos anzünden oder Wohnhäuser angreifen ohne dafür belangt zu werden. Das Büro der Partei „Die Linke“ wurde in der Nacht vom 9. auf den 10. März mit Farbe angegriffen. Beim Infoladen Beanrio in Fürth wurden eine Woche später die Rolläden mit Steinen beschädigt.

Nazis und Polizei: Hand in Hand gegen Antifaschist*innen

Engagieren sich Antifaschist*innen werden sie oft selbst Opfer der Ermittlungen. Aktivist*innen wurden angezeigt, da sie am oben erwähnten Gedenkort ein antifaschistisches Transparent anbringen wollten. Am 31. Mai letzten Jahres demonstrierte eine junge Frau zusammen mit hunderten Schüler*innen und Aktivist*innen gegen eine Abschiebung in Nürnberg und wurde mit einer Öffentlichkeitsfahndung – wegen des Werfens einer Weichplastikflasche – gesucht. In Zusammenarbeit mit dem türkischen Staat läuft unter anderem gegen Aktive aus dem Umfeld des Vereins „Dialog der Kulturen“ ein absurdes Terrorverfahren wegen vermeintlicher Unterstützung einer Partei die in Deutschland nicht einmal verboten ist. Drei Nürnberger*innen mussten deshalb rund drei Jahre in Untersuchungshaft verbringen. Ebenfalls werden in Nürnberg Menschen festgenommen, weil sie gegen den Krieg der Türkei gegen kurdische Autonomiegebiete in Syrien demonstriert haben.

Aus dem NSU lernen – Rechtzeitig, die richtigen Fragen stellen

Oft werden bei rechten Angriffen keine „Bekennerschreiben“ oder ähnliches hinterlassen. Das soll eine seriöse Berichterstattung erschweren, der Polizei den Ermittlungsdruck nehmen und die Opfer in Ungewissheit und eingeschüchtert hinterlassen. Ein Konzept, dass sich schon der NSU zu eigen machte und das jahrelang aufging. Ermittelnde Behörden setzten auch in Nürnberg das Werk der Naziterrorist*innen fort, indem sie massiv gegen die Angehörigen der Opfer ermittelten – die selben Behörden, die heute kein Aufklärungsinteresse zeigen und Antifaschist*innen verfolgen. Um zu verhindern, dass Rechte weiterhin Anschläge verüben, Menschen ermorden, die Polizei die Täter*innen deckt und ihnen ein Wohlfühlklima schafft, muss aus dem NSU-Komplex gelernt werden.

Es müssen rechtzeitig und öffentlich die richtigen Fragen gestellt werden:

– Handelt es sich tatsächlich um zufällige Vorfälle, wenn regelmäßig Antifaschist*innen oder Migrant*innen angegriffen werden?

– Warum ermittelt die Polizei in diesen Fällen fast nie Täter*innen?

– Werden wie im Falle des NSU, rechte Täter*innen von den Behörden geschützt?

Eine starke Bewegung gegen Naziterror

In der Region gibt es unzählige antifaschistische Kulturorte, Einrichtungen, Organisationen, Initiativen und Aktivist*innen, die sich gegen Rassismus, für Frauenrechte, gegen Sozialabbau, für Arbeiter*innenrechte, eine vielfältige Kultur oder die Überwindung des Kapitalismus und seiner Kriege einsetzen. Eine starke Bewegung, die es seit Jahrzehnten verhindert, dass sich Nazis fest verankern können. Eine starke Bewegung, mit der Gemeinsamkeit, Dorn im Auge der Wirtschaftsinteressen und der Faschist*innen zu sein. Das macht sie natürlich zur Zielscheibe von staatlicher Repression und Naziterror. Die Organisationen, Kneipen und Vereine fühlen sich nicht nur durch die rechten Angriffe und die Repression der Behörden solidarisch verbunden. Was sie eint sind vielmehr die Gründe für die Anfeindungen. Das einzige, das Schutz davor bietet, ist zusammen zu kommen, sich zu wehren, zu organisieren und kollektiv Druck von unten aufzubauen. Um die Vorfälle der letzten Monate ans Licht zu bringen, Solidarität mit den Betroffenen zu zeigen und das skandalöse Vorgehen der Polizei öffentlich zu machen, wird daher am Freitag, den 13. April um 17.00 Uhr am Drei-Herrenbrunnen in Fürth zu einer ersten öffentlichen Aktion mobilisiert.

Bisher unterzeichnende Gruppen:

Antifaschistisches Aktionsbündnis Nürnberg (AAB), Bela Lugosi, Wagenplatz Kristallpalast, Anarchistische Gruppe Nürnberg / ADS, Pension Ost, Rote Hilfe Nürnberg, Organisierte Autonomie (oa), ROJA, Antifaschiste Linke Fürth (ALF), Partizan Nürnberg,

Durchführung der Kundgebung unterstützt:

Bündnis Nazistopp Nürnberg

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Aufruf ¦ Solidarität mit den verfolgten Antifaschist*innen und Anarchist*innen in Russland! http://aufdersuche.blogsport.de/2018/03/31/aufruf-solidaritaet-mit-den-verfolgten-antifaschistinnen-und-anarchistinnen-in-russland/ http://aufdersuche.blogsport.de/2018/03/31/aufruf-solidaritaet-mit-den-verfolgten-antifaschistinnen-und-anarchistinnen-in-russland/#comments Sat, 31 Mar 2018 06:37:50 +0000 Administrator Allgemein http://aufdersuche.blogsport.de/2018/03/31/aufruf-solidaritaet-mit-den-verfolgten-antifaschistinnen-und-anarchistinnen-in-russland/ Es gab in den letzten Monaten immer wieder Nachrichten darüber, dass anarchistische Antifaschist*innen in Russland vom Inlandsgeheimdienst FSB verschleppt und gefoltert werden. Neben ihrem Engagement gegen faschistische Umtriebe wird wohl auch eine anarchistische Kritik einer Gesellschaft, die auf den Grundlagen von Patriarchat und Nationalismus konstruiert ist, ein Dorn im Auge eines Regimes sein, welches in der ungebrochenen Tradition autoritärer Führerstrukturen steht. Wir rufen dazu auf, sich mit den betroffenen Gefährt*innen solidarisch zu zeigen.

Der Inlandsgeheimdienst FSB hat im Herbst 2017 eine Serie von Verhaftungen und Durchsuchungen von Wohnungen ihm bekannter Anarchist*innen und Antifaschist*innen durchgeführt. Sechs Anarchist*innen aus Penza wurden verhaftet und beschuldigt, einen Staatsstreich vorbereitet zu haben. Der einzige Beweis einer „Vorbereitung“ war die Tatsache, dass alle Gefangenen „Airsoft“ gespielt haben. Während mehrerer Monate waren sie täglicher Folter ausgesetzt, bis sie sich als schuldig bekannten. Zwei Anarchist*innen wurden im Januar 2018 in St. Petersburg verhaftet.

Auch sie wurden, wie die Anarchist*innen aus Penza, gefoltert. Beamte des FSB brachten sie dazu, Geständnisse abzulegen und diese vor den Ermittler*innen zu wiederholen. Einer der entführten Anarchist*innen wurde in einen Wald gebracht, wo er gefoltert wurde. Ilja Kapustin wurde auch verhaftet und gefoltert. Er hat nicht gestanden, weshalb sie ihn zu einen „Zeugen“ ernannten.

Im Februar und März richteten sich auch auf der Krim viele Razzien gegen Anarchist*innen und Sozialist*innen. Der erste der Verhafteten war Ewgeny Karakashev. Der Grund für die Verhaftung war eine Unterhaltung im sozialen Netzwerk “Vkontakte”. Einen Monat später fanden weitere Razzien gegen andere Anarchist*innen und Kommunist*innen dieser Halbinsel statt. Die Liste der Gefangenen auf der Krim schließt auch den Anarchisten Schestakovich (der auch gefoltet wurde) und den Kommunisten Markov mit ein, die für zehn Tage eingesperrt wurden.

Dann sind die Moskauer Anarchist*innen Kobaidze und Gorban verhaftet und beschuldigt worden, eine Attacke auf ein Büro der Regierungspartei „Vereinigtes Russland“ durchgeführt zu haben. Die Beamt*innen verweigerten den Verteidiger*innen Kontakt mit den Gefangenen, bis sie sich schuldig erklärten. Sie brachen mit allen Gesetzen.  Drei Anarchist*innen wurden in Chelyabinsk mit ihren Freund*innen und Angehörigen durch den FSB entführt. Auch sie wurden (mit Elektroschocker) gefoltert. Das geschah, um von ihnen erforderliche Zeugenaussagen sowie ihr Eingeständnis zu bekommen, sich an einer Transparentaktion gegen Repression beteiligt zu haben.

Jede anarchistische Kritik muss auch eine Kritik an Macht und Herrschaft sein und steht somit per Definition schon in Feindschaft zum Staat. Die Intensität mit der dieser Feind unsere Freund*innen in Russland bekämpft und zu brechen versucht, hat jedoch ein anderes Level als das, was uns hier entgegen tritt. Unser Respekt gilt daher dem Mut und der Entschlossenheit, mit denen die Anarchist*innen gegen den übermächtigen russischen Staat kämpfen.

Unterstützt die Gefährt*innen in Russland und zeigt Euch solidarisch! Keine Folter. Kein Knast. Keine Verschleppung!

Detaillierte Infos finden sich u.a. hier oder auf der Seite des Anarchist Black Cross Dresden.

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FdA ¦ Ausbruch, Aufbruch, Anarchie – Freiheit für Jan und alle anderen! http://aufdersuche.blogsport.de/2018/03/31/fda-ausbruch-aufbruch-anarchie-freiheit-fuer-jan-und-alle-anderen/ http://aufdersuche.blogsport.de/2018/03/31/fda-ausbruch-aufbruch-anarchie-freiheit-fuer-jan-und-alle-anderen/#comments Sat, 31 Mar 2018 06:25:45 +0000 Administrator Allgemein http://aufdersuche.blogsport.de/2018/03/31/fda-ausbruch-aufbruch-anarchie-freiheit-fuer-jan-und-alle-anderen/ Start der von der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen unterstützten Solikampagne.

Am 31. Mai 2017 sollte in Nürnberg ein Berufsschüler nach Afghanistan abgeschoben werden. Seine Mitschüler*innen wollten das nicht hinnehmen und reagierten gemeinsam mit hunderten anderen Menschen mit einer Blockade auf den Abschiebeversuch. Die Antwort der Polizei darauf war ebenso typisch wie brutal: Es kam zu mehreren Verletzten und Festnahmen. Wie um diesen Kurs fortzusetzen, werden die Aktivist*innen nun mit Repression überzogen.

Die Justiz nutzt Instrumente wie monatelange Untersuchungshaft und die verschärften Paragraphen 113/114 StGB, um die Abschiebegegner*innen für ihr Handeln abzustrafen. Dutzende Menschen wurden beschuldigt und angeklagt. Um den Fokus von den legitimen Gründen für das Handeln der Demonstrant*innen abzulenken, wird der antirassistische Protest kriminalisiert; eine Strategie, der sich der deutsche Staat gerne bedient, um ein effektives Vorgehen gegen seine rassistischen Abschiebe- und Aussortierungspraktiken zu unterbinden. Dass der 31.Mai ein Beispiel dafür ist, wie wirksam das solidarische Handeln in Form direkter Aktionen sein kann, ist für den Staat wohl nur ein Grund mehr, mit besonderer Härte gegen die Beschuldigten vorzugehen.

Mit Jan hat es nun neben den vielen anderen Angeklagten auch einen Anarchisten getroffen. Wir – Freund*innen, Genoss*innen und Unterstützer*innen von Jan – glauben nicht, dass dieser Zusammenhang Zufall ist. Die bayerische Politik hat nach dem 31. Mai von Anfang an versucht, die Protestierenden dieses Tages in ‚gewaltlose Schüler*innen‘ und ‚gewaltbereite Linksautonome‘ zu spalten. Dadurch soll die Mär einer freundlichen Polizei gestützt werden, die nur als Reaktion auf Angriffe militanter Abschiebegegner*innen in ihre Prügelorgien verfallen sei. Jan ist schon früher infolge konsequenten antifaschistischen Handelns von der Justiz verurteilt worden. Damit passt er gut in das Bild eines für Polizei und Staat gefährlichen Aktivisten, den sie bereits zuvor aufgrund seiner antiautoritären Handlungen erfolgreich kriminalisiert haben.

Jans anarchistische Überzeugungen waren es, die ihn am 31. Mai dazu brachten, sich der gewaltsamen Abschiebung eines jungen Menschen in den Weg zu stellen. Es ist zu erwarten, dass sich die Justiz auch wegen seiner radikalen antistaatlichen Überzeugung dazu berufen fühlt, mit besonderer Härte gegen ihn vorzugehen.
Und doch ist Jan trotz der vorausgehenden Kriminalisierungen am Ende nur einer von vielen Beschuldigten, die nach dem 31. Mai nach ähnlichen Maßstäben be- und verurteilt werden sollen. Und in der großen Menge der Anarchist*innen, die in Europa und weltweit gerade von Unterdrückung durch den Staat bedroht und betroffen sind, erscheint sein Fall geradezu unbedeutend.

Aber die Repression gegen Jan kann nicht als alleinstehend betrachtet werden. Sie reiht sich ein in die lange Liste, wie der Staat immer wieder versucht, Anarchist*innen mundtot zu machen. Unsere Wut auf die ihm drohende Strafe facht den gleichen Zorn an den wir empfinden, wenn wir von der grausamen Anmaßung lesen, mit der der deutsche Staat Genoss*innen nach dem G20-Gipfel wegsperren lässt.
Es ist dieselbe kalte Wut, die uns befällt, wenn wir vom der staatlichen Ermordung eines Aktivisten gegen den kapitalistischen Landraub in Argentinien hören. Es die gleiche Raserei, die uns überkommt, wenn wir davon erfahren, wie die griechische Regierung die besetzten Häuser geflüchteter Menschen niederreißen lässt; wenn wir sehen, wie der türkische Staat die freiheitlichen Gemeinden in Rojava überfällt und auszulöschen versucht.

Unser Kampf für die Freiheit ist es, der uns mit all diesen anarchistischen Genoss*innen und Freund*innen weltweit verbindet. Für eine Freiheit, die solidarisch ausgestaltet ist und in der die Gesellschaft nicht mehr glaubt, sich mit Gefängnissen und Unterdrückung vor Ideen abschotten zu müssen, die ein Ende der allgegenwärtigen Ausbeutung und Ungleichheit bedeuten könnten. In der ‚Staat‘ und ‚Polizei‘ nur noch ein müder Witz sind und die Knäste und Repressionsbehörden ein für allemal niedergerissen worden sind!

Beantworten wir also die Einschüchterungsversuche des Staates entsprechend: Verleihen wir unserer Wut auf die Angriffe gegen Jan und gegen uns alle einen deutlichen Ausdruck! Und lassen wir auch weiterhin nichts unversucht, um dem Rassismus in Staat und Gesellschaft auf allen Wegen entgegenzutreten.

Wer Jan und die anderen Beschuldigten finanziell unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende auf das Konto des Bündnisses “Widerstand Mai 31 – Solidarität ist kein Verbrechen” tun.
Empfänger*in: Rote Hilfe OG Nürnberg
GLS Bank
Kennwort: 31.Mai
IBAN: DE85430609674007238359

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24.03. FFM ¦ Demonstration in Solidarität mit Afrin http://aufdersuche.blogsport.de/2018/03/12/24-03-ffm-demonstration-in-solidaritaet-mit-afrin/ http://aufdersuche.blogsport.de/2018/03/12/24-03-ffm-demonstration-in-solidaritaet-mit-afrin/#comments Mon, 12 Mar 2018 15:24:16 +0000 Administrator Allgemein http://aufdersuche.blogsport.de/2018/03/12/24-03-ffm-demonstration-in-solidaritaet-mit-afrin/ Die Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen ruft dazu auf, sich am Samstag, dem 24.März dem Anarchistischen Block auf der Demonstration in Solidarität mit Afrin anzuschließen. Die Demo startet ab 14:00 in Frankfurt/Main an der Hauptwache. Für aktuelle Ankündigungen dazu checkt fda-ifa.org!

Seit dem 20.Januar 2018 dauern die Angriffe des türkischen Militärs auf Afrin, in Kooperation mit dschihadistischen Gruppierungen, an. Afrin ist eines der drei selbstverwalteten Kantone der Demokratischen Föderation Nordsyriens. Erdogan sieht die YPG/YPJ, welche das Gebiet erfolgreich vom IS befreit und die freiheitlichste und fortschrittlichste Gesellschaftsordnung in der gesamten Region durchgesetzt hat, als Terrororganisation an. Dabei arbeitete die YPG/YPJ sowohl mit der USA, als auch mit Russland zusammen. Allerdings ließen sie die YPG/YPJ fallen, nachdem der IS besiegt war. Des Weiteren nutzt Erdogan die nationalistische Mobilisierung, um Kritik*innen des AKP-Regmies zu inhaftieren und zu unterdrücken. Auch die deutsche Bundesregierung unterstützt den Krieg der Türkei gegen Afrin. Sie tut dies, weil sie mit der Türkei einen schmutzigen „Flüchtlingsdeal“ abgeschlossen hat, sowie aus wirtschaftlichen und geopolitischen Interessen. Die Unterstützung erfolgt durch deutsche Waffen und Kriminalisierung von Protesten innerhalb Deutschlands. Dies geschah zum Beispiel durch Das Verbot der Fahnen von YPG/YPJ und Demonstrationsverbote.
Es zeigt sich wieder einmal, dass Herrschaftsinteressen wichtiger als Menschenleben sind. Befreiung von Unterdrückung und Freiheit aller Menschen in all ihrer Verschiedenheit kann nur erreicht werden, wenn Herrschaft und Machtverhältnisse grundlegend in Frage gestellt werden. Deshalb rufen wir als Föderation der deutschsprachigen Anarchist*innen dazu auf am 24.März nach Frankfurt a.M. zu kommen und mit uns gemeinsam einen Anarchistischen Block zu bilden.

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