30.10 | Der kurze Frühling der Räterepublik: Lesung mit Simon Schaupp

Veranstaltung in Kooperation mit Prolos und FAU Nürnberg

Am Dienstag, den 30.10. ab 20:00 im Projekt 31
wie jeden Dienstag mit veganem Essen für alle

Der Autor Simon Schaupp wird aus seinem Buch „Der kurze Frühling der Räterepublik – Ein Tagebuch der bayerischen Revolution“ lesen:
Vor hundert Jahren gelang einem behäbigen Völkchen am Rande der Alpen eine der wenigen erfolgreichen Revolutionen Deutschlands. Das Tagebuch der Bayerischen Räterepublik rekonstruiert das Geschehen anhand der Erlebnisse dreier revolutionärer Persönlichkeiten: Dem Anarchisten Erich Mühsam (Revolutionärer Arbeiterrat), der Kommunistin Hilde Kramer (KPD) und dem radikalen Sozialisten Ernst Toller (USPD).
Das Buch hebt sich in mehrerlei Hinsicht von der bisher zur Bayerischen Räterepublik erschienenen Literatur ab. Konzipiert als politische Dreierbiographie, liefert es einen persönlichen Einblick in die Hoffnungen, Strategien und Fehlschläge der bayerischen Revolution.

29.09. | Enough is enough! Auf die Straße gegen die „Alternative für Deutschland“

Kommt am 29.09.2018 um 11:30 zur Siemensstraße / Ecke Gyulaer Straße (südlicher Maffeiplatz) und zeigt der AfD was ihr von ihr haltet!

Am 29.09.2018 wird die AfD (Alternative für Deutschland) Nürnberg zum wiederholten male eine Wahlkampfveranstaltung in der städtischen Meistersingerhalle abhalten. Nach Petry und Gauland hat sie sich diesmal Jörg Meuthen eingeladen. Am Anfang seiner AfD Kariere gab sich Meuthen liberal, ist aber schon lange rhetorisch am extrem rechten Rand angekommen wie die restlichen Parteimitglieder auch. Die Ereignisse in Chemnitz waren der letzte nötige Beweis für all diejenigen die noch Zweifel daran hatten was die eigentlichen Ziele der Partei sind. Hand in Hand mit gestanden Neonazis, marschierten die AfD Anhänger*innen durch die Straßen. Inhaltlich und aktivistisch entwickelt sich die AfD zu einer (in größten Teilen) offen nationalsozialistischen Partei, die ihre völkischen Wahnvorstellungen mit Hilfe des prügelnden und mordenden neofaschistischen Mobs in die Tat umsetzten möchte. Dabei ist die AfD zur Zeit wohl eine der gefährlichsten Rechten Gruppen bei weitem aber mit ihrer Rhetorik und ihren Zielen nicht die Einzige. (mehr…)

Gegen das Lagersystem! Ein kleiner Demobericht vom 8.9. in Bamberg


Gemeinsam mit 350 bis zwischenzeitlich 700 anderen Menschen haben wir am vergangenen Samstag in Bamberg gegen Rassismus und das dortige Ankerzentrum demonstriert.

Der Name steht euphemistisch für „Ankunft, Entscheidung und Rückführung“. Von diesen derart bezeichneten Lagern gibt es mittlerweile sieben in Bayern, und nach dem Willen der Bundesregierung sollen insgesamt ca. 40 solcher Großlager in ganz Deutschland eingerichtet werden. Vorbild dafür ist unter anderem die AEO („ANKER-Einrichtung Oberfranken“) in Bamberg, in deren Lagersystem bereits seit 2015 geflüchtete Menschen interniert, vom Rest der Bevölkerung abgeschottet, segregiert und festgehalten werden. Viele, denen der Staat das Recht auf Asyl verwehrt, werden von dort aus auch direkt wieder abgeschoben in sogenannte Drittstaaten oder das, was der Staat zynisch als „sichere Herkunftsländer“ bezeichnet.

Die Zustände in den Lagern selbst sind geprägt von Enge, fehlender Privatsphäre, rassistischen Einteilungen und nicht selten auch Übergriffen durch Security oder Polizei. Außerdem herrscht die ständige Angst vor Abschiebung und es besteht nur eine äußerst mangelhafte medizinische Versorgung.
Die Startkundgebung der Demo fand direkt vor der AEO statt. Ein hoher Zaun mit Stacheldraht umfasst das Gebiet und trägt zu der Abschreckungs- und Abschottungskulisse bei. Hinein- und Hinausgehen ist nur schwer und unter eng gesteckten Regeln möglich.

Zudem fielen uns beim Laufen von der AEO in die Bamberger Innenstadt die vielen Nazi-Aufkleber auf, die beinahe überall hingen und nur teilweise entfernt wurden. (mehr…)

Gegen den Staat und seine Knäste – Solidarität mit den Angeklagten vom 31.Mai!

Am 2.8. fand vor dem Amtsgericht Nürnberg der insgesamt fünfte Prozess gegen einen Aktivisten vom 31.Mai 2017 statt. Gegen das Urteil gegen ihn (Geldstrafe) hat die Staatsanwaltschaft bereits Berufung eingelegt. Ein ausführlicher Prozessbericht darüber findet sich auf der Seite der Antirepressionskampagne Ausbruch Aufbruch Anarchie.
Wir veröffentlichen an dieser ein ausführliches Statement unserer Gruppe zu den Prozessen rund um den 31.Mai und unserer Kritik am Knastsystem insgesamt. In verkürzter Form wurde dieses Statement auf der Kundgebung am 2.8. als Rede verlesen.
Außerdem rufen wir dazu auf, auch bei den kommenden Prozessen die Angeklagten solidarisch zu unterstützen. Das nächste Verfahren gegen diesmal zwei Personen gleichzeitig wird am 21.9. stattfinden.

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18.08. | Never again! Auf die Straße gegen das „Bürgerbündnis Franken“

Kommt am 18.08. um 13:15 zum Weißen Turm um den Nazis den Tag zu vermasseln!

„Bürgerbündis Franken“, unter diesem vermeintlich harmlos klingenden Namen wollen am 18.08.2018 Rassist*innen, Holocaustleugner*innen und Antifeminist*innen in Nürnberg auf die Strasse gehen. Das „Bürgerbündnis“ ist nur eine weitere rechte Gruppe neben PEGIDA, AfD und CSU die ihren stumpfen Hass auf Geflüchtete in aller Öffentlichkeit kundtun möchte, um noch mehr Menschen anzustacheln es ihnen gleich zu tun. (mehr…)

Rückblick auf die Tage gegen Repression

Die Tage gegen Repression vom 11. bis 13. Mai sind nun schon wieder über einen Monat her und wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal bei allen Referent*innen und Besucher*innen für den interessanten Input, die spannenden Diskussionen und die angenehme, solidarische Atmosphäre bedanken, die das Wochenende geprägt haben und trotz des unschönen Themas Mut gemacht und Energie für weitere Kämpfe gespendet haben.
Da jede*r sicherlich eigene Highlights hat und etwas anderes aus dem Wochenende zieht, wollen wir hier nur einen groben Überblick über das geben, was gelaufen ist, und eine kleine Einschätzung als organisierende Gruppe abgeben. Einige der Vorträge haben wir außerdem als Audios aufgenommen und unten im Artikel eingefügt.
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12.06.18 | Anarchistische Bewegungen und Widerstand gegen kapitalistische Ausbeutung in Griechenland

Veranstaltung mit Ralf Dreis

Nach drei Jahren links-rechter-Querfrontregierung in Griechenland ist das Land raus aus den Schlagzeilen. Laut einhelliger Meinung deutscher Massenmedien geht es wirtschaftlich wieder bergauf. Grund genug etwas genauer hinzuschauen.

Die Veranstaltung gibt einen Überblich über den Stand der Dinge nach acht Jahren Spardiktat, über Selbstorganisierung im autoritären Krisenstaat, besetzte Häuser, soziale Zentren und den erneut aufkommenden Nationalismus. Einen besonderen Schwerpunkt werden die Aktivitäten der verschiedenen anarchistischen Strömungen und ihre Abwehrkämpfe gegen staatliche Repression und faschistische Angriffe bilden.

Der Griechisch-Übersetzer Ralf Dreis lebt in Deutschland und Griechenland und ist in beiden Ländern in der anarchistischen bzw. anarchosyndikalistischen Bewegung aktiv. Seit Mitte der 90er Jahre berichtet er für die anarchistische und linke Presse über politische Entwicklungen in Griechenland.

Am 12.06.18 um 20:00 im Projekt 31. Ab 19:00 gibt’s bereits veganes Essen für alle.